10 bekannte Tipps zum Schlafen, die NICHT geholfen haben

Was nun?             

Schlafstörungen, Foto Gute Nacht von Gerhard Gellinger auf pixabay

Vorausschicken möchte ich kurz, dass meine Durchschlafprobleme nicht erst seit gestern bestehen. Bereits seit Beginn der Wechseljahre (und die sind schon lange abgeschlossen) bekam ich massiv Probleme mit dem Durchschlafen. Ja, ich spreche nicht von Einschlafstörungen, sondern wirklich vom nächtlichen Durchschlafen.

Wie wichtig der Schlaf zur Regeneration unseres Körpers ist erfahren wir immer wieder durch verschiedenste Medien. Und wir alle, die nicht ein- oder durchschlafen können wollen ja mit aller Macht unsere Körper zum Schlafen bringen und sind uns der Gesundheitsstörungen bei Nichtgelingen durchaus bewusst. Nur – was sollen wir machen?

Ich habe zahlreiche immer wiederkehrend publizierte Verhaltensweisen ausprobiert. Mit einem negativen Ergebnis.

  1. Regelmäßigkeit beim abendlichen Ablauf, sprich stets zur gleichen Zeit ins Bett gehen
  2. Vor dem Zubettgehen nicht mehr essen, wenig trinken, keinen Alkohol, keine sportlichen Aktivitäten
  3. Die Zimmertemperatur im Schlafzimmer auf etwa 18 Grad halten
  4. Bett- und Schlafwäsche der Jahreszeit entsprechend benutzen
  5. Für Dunkelheit sorgen, also auch keine Stand-by-Lämpchen durch Mobil-Telefon, TV, Musikanlagen usw.
  6. Für Ruhe sorgen, es sei denn, Sie schlafen besser ein mit Musik im Hintergrund
  7. Abendliches Ritual einhalten, wie lesen, Meditation oder Wannenbad
  8. Zum Einschlafen: Positive Tageserlebnisse gedanklich hervorholen, schöne Situationen bildlich vorstellen (wogendes Weizenfeld, sanfte Meereswellen usw.), eine Schultafel vorstellen, die mit einem Lappen saubergewischt wird und alle Gedanken wegwischt, aus dem Autogenen Training erlerntes Loslassen aller Gedanken, die zum Himmel hochsteigen und mit den Wolken wegziehen (um nur einige Versuche aufzuzählen).
  9. Nächtliches Aufwachen und Versuch wieder einzuschlafen: Empfohlen wird, sich nicht stundenlang herumzuwälzen, sondern aufzustehen und zu lesen oder sich anderweitig zu beschäftigen, bis die Müdigkeit zurückkehrt. Das mache ich bestimmt drei bis vier Mal wöchentlich… Länger als eine Stunde bin ich hellwach und lese, lese, lese. Dann kehre ich zurück ins Bett, um wieder sehr lange von einer Seite zur anderen drehend auf den Schlaf zu warten.
  10. In letzter Instanz habe ich wochenlang ein pflanzliches Mittel als Einschlafhilfe aus der Apotheke ausprobiert. Gerade die Schlafmittel auf Pflanzenbasis benötigen mehrere Wochen zur Wirksamkeit, machen aber nicht abhängig. Zum Einschlafen brauche ich aber keine Unterstützung – und zum Durchschlafen hat es auch nicht gereicht.

Nun weiß ich wirklich nicht mehr, was ich noch ausprobieren soll. In verschiedenen Gesprächen haben mir liebe Mitmenschen dazu geraten in ein Schlaflabor zu gehen, um herauszufinden, wo der Grund für die Schlaflosigkeit liegt. Das müsste vom Arzt verordnet werden.

Wieder andere haben mir empfohlen mich auszupowern mit Bewegung, Sport, körperlich anstrengender Arbeit. Habe ich gemacht – ohne Erfolg. Im Gegenteil. Gerade in diesen Folgenächten auf erschöpfende Tagesstunden habe ich noch größere Probleme.

Und so bleibt mir nur ein winzig kleiner Trost: Medienberichten zufolge gehöre ich zu den mehr als 25 Prozent derjenigen, die ebenfalls unter Schlafstörungen leiden. Das Wissen hilft mir zwar nicht, aber ich fühle mich nicht allein damit. Für ernstgemeinte Ratschläge und Tipps wäre ich allerdings ausgesprochen dankbar.

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