Advent

 
Weihnachtsdekoration in einem Kaufhaus, Foto Ute Boysen

„Die Zeit vergeht so schnell, schon wieder ist es Mitte Dezember, nur noch wenige Tage bis Weihnachten…“ So oder ähnlich hören wir uns selbst und andere jedes Jahr wieder über die „Zeit“ sprechen. Vergeht sie wirklich immer schneller? Was lässt uns empfinden, dass die Wochen vor dem Weihnachtsfest immer kürzer werden?
Vielleicht ist es der Druck, alles erledigt zu bekommen. Das Backen nicht zu vergessen. Die Geschenke zu kaufen und zu verpacken. Die Lebensmittel rechtzeitig einzukaufen. Den Baum zu besorgen und vorzubereiten. Verschiedene liebe Bekannte und Freunde zu einem Adventskaffee zu besuchen oder einzuladen. Festliche Kleidung für sich selbst oder die Kinder zu kaufen. Weihnachtliche Dekoration anzubringen und aufzubauen.
Die Aufzählung nimmt kein Ende.

Weihnachtsmarkt, Kerzenangebot, Foto Ute Boysen

So gesehen erscheinen rund vier Wochen bis zum Fest wirklich zu wenig. Dann erzählen uns tiefenentspannte Mitmenschen gerne, dass man doch schon viel früher mit all‘ den Vorbereitungen beginnen könne und ich sehe mich vor meinem inneren Auge „im April die Geschenke besorgen“, „im Juni die Weihnachtskekse backen“,  „im August versuche ich einen Weihnachtsbaum zu kaufen“, „im Oktober lade ich zum Adventskaffee ein“ und siehe da! „Im Dezember bleibt wirklich und wahrhaftig viel mehr Zeit für andere Erledigungen, wie beispielsweise „gemütliche Kaffeestunden bei Kerzenlicht und einem schönen Buch“, „gemeinsames Basteln mit den Kindern oder Enkelkindern“, „Spaziergänge bei Wind und Wetter mit baumelnder Seele“.

Das hört sich wunderbar an – doch ich möchte die Gesichter meiner Mitmenschen sehen, wenn ich so weit vorher tatsächlich mit den Vorbereitungen beginnen sollte. Also bleibt alles wie es schon immer war, oder Dinge werden geändert. Traditionen sind gut und schön und nehmen bei mir einen extrem hohen Stellenwert ein. Doch viele kleine Dinge, die vor Jahren noch wichtig waren, sind heute zweitrangig geworden oder können deligiert werden. Und genau das schaufelt auch ein wenig Zeit frei.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine schöne Restzeit vor dem Weihnachtsfest.
Ihre Ute Boysen

 

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here