Arnsberg im Sauerland – eine kleine Auszeit

Wir wollten einfach mal drei Tage raus aus dem Alltag, etwas anderes sehen und hören und dem täglichen medialen Corona-Nachrichten-Stress ein wenig ausweichen. Was natürlich nicht gelingt. Aber dennoch entschieden wir uns, im gut und schnell erreichbaren Sauerland ein paar Tage durch die Landschaft zu streifen. Schön wäre Schnee gewesen und klirrende Kälte – aber leider war Arnsberg grün.

Arnsberg, historische Altstadt, Glockenturm, Foto Ute Boysen

Warum das Sauerland so heißt wie es heißt hat sich uns anhand der Dorf- oder Städtenamen nicht erschlossen. So musste wieder einmal eine Suchmaschine im Internet herhalten und eine einfach gehaltene Antwort fand ich unter https://www1.wdr.de/radio/wdr2/themen/frag-doch-mal-die-maus/warum-heisst-das-sauerland-sauerland-104.html. Demnach lautet die Antwort wie folgt „…Dem aktuellen Stand der Forschung zufolge hieß das Sauerland früher Suderland, verkürzt Suerland. Daraus wurde dann hochdeutsch Sauerland. Es soll aus dem Niederländischen kommen und “südliches Land” bedeuten. Südlich der Städte Dortmund, Soest und Münster. Die Menschen, die damals dort wohnten, hießen “de Suderlande”.
Viel ausführlicher lesen Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Sauerland alles rund um das Sauerland.

Arnsberg, altes Fachwerkhaus, heute Restaurant, Foto Ute Boysen

Wir entschieden uns also für das historische Städtchen Arnsberg, dessen Beginn weit zurückreicht ins 11. Jahrhundert und die Grafen v. Werl mit dem Bau ihrer Rüdenburg.  Die historische Altstadt mit ihren zahlreichen sehr gut erhaltenen, restaurierten und renovierten Fachwerkhäusern und Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise dem Glockenturm (13. Jahrhundert, barockbauchige Doppelzwiebelhaube (1710), dem Maximilianbrunnen (1779) oder der Schlossruine (Burgbau im Jahr 1100, Zerstörung im Jahr 1762) lädt ein zu einem historischen Spaziergang.

Arnsberg, Hirschberger Tor neben dem Kloster Wedinghausen gelegen, Foto Ute Boysen

Hier sollte man jedoch gut zu Fuß sein, denn Arnsberg und ganz speziell die Altstadt ist von teilweise steil ansteigenden Sträßchen und Gassen durchzogen.

Arnsberg Hotel Restaurant Zum Landsberger Hof, Teilansicht Restaurant

Unser inhabergeführtes Hotel und Restaurant „Zum Landsberger Hof“ https://www.landsberger-hof.de/ liegt in dieser historischen Altstadt und wurde im Jahr 2020 von Stefan Steiner übernommen. Im 100 Jahre alten Gebäude befand sich auch vorher ein Hotel mit Gastronomie und dieses wurde lange Jahrzehnte von den vorherigen Eigentümern als Familienbetrieb geführt. Steiner und seine Frau haben hier viele Ideen und viel Arbeit in den Umbau investiert und ein wirklich schönes kleines Hotel/Restaurant geschaffen.

Arnsberg, Hotel Zum Landsberger Hof, Teilansicht Eingangsbereich, Bar, Foto Ute Boysen

Die kleine aber feine Speisekarte überzeugt, das Frühstücksbuffet in gemütlichem Ambiente und die zentrale Lage machen den Aufenthalt zu einer schönen kurzen Auszeit.

Arnsberg, Sauerland Museum, Altstadt, Foto Ute Boysen

Wir erkundeten also Arnsberg zu Fuß und mit dem Auto, denn die teilweise steilen Straßen oder Gassen waren uns derzeit etwas zu anstrengend zum „spazieren gehen“. Direkt neben unserem Hotel liegt das Sauerland-Museum. Interessante Darstellungen zum Thema „kölnische Herrschaft und Gründung von mehr als 30 Klöstern und Orden in Westfalen im 8. Jahrhundert, das Herzogtum Westfalen unter Napoleon, die hessische Herrschaft oder die Preußen-Führung lassen die Besucher wieder ein wenig mehr über die Entstehung und das Leben in Westfalen erfahren. Sehenswertes Museum mit wechselnden zeitlich begrenzten Ausstellungen wie derzeit „Im Westen viel Neues“ Facetten des Rheinisch-Westfälischen Expressionismus, noch bis zum 23. Januar.

Arnsberg, Sauerland Museum, Eisenbahn-Modell, Foto Ute Boysen

Das nahegelegene Städtchen Neheim (ca. 15 Autominuten entfernt) besuchten wir ebenfalls. Hierher fahren die Arnsberger eigenen Aussagen zufolge, wenn sie gerne „shoppen“ möchten. Letztendlich gelangten wir nach rund 40 Autominuten in das 57 km entfernte Winterberg. Dort fanden wir allerhand Schnee vor und genossen für einige Stunden die Kälte und die weiße Pracht.

Drei Tage Sauerland – eine kleine Auszeit aus dem täglichen Einerlei und die Erkenntnis – Corona Richtlinien werden überall eingehalten, Corona Gesprächen kann man nirgendwo ausweichen, denn leider ist Corona allgegenwärtig. Bleiben Sie gesund!

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