Bisphosphonate-Therapie

Osteoporose, Sonnenstrahlen und Calcium

Das Onkologen Gespräch hat nun stattgefunden und ich ließ mir noch einmal ausführlich die Wirkung, die Dauer der Bisphosphonate Therapie sowie evtl. auftretende Nebenwirkungen erklären. Begleitend zur 5 Jahre andauernden Einnahme des Aromatasehemmer Medikamentes Anastrozol wird nun die Infusionstherapie im Abstand von sechs Monaten dauern. Und wir starten damit im Anschluss an das Zahnarztgespräch, sofern keinerlei Entzündungen im Zahn-, Kieferbereich vorliegen. Denn gravierende Nebenwirkungen können im Falle solcher Entzündungen entstehen.

Ende Mai soll die erste Infusion verabreicht werden und etwas unruhig bin ich schon. Im Internet fand ich zur Bisphosphonate Erklärung folgende Aussage: Bisphosphonate sind Medikamente, die in den Knochenstoffwechsel eingreifen. Für Brustkrebspatientinnen sind sie wichtig, wenn die Hormonentzugsbehandlung zu einer verminderten Knochenstabilität führen könnte oder sich schon eine sogenannte Osteoporose entwickelt hat…“
Quelle: www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/brustkrebs/bisphosphonate.php
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Und leider befinden sich meine Werte anhand der Knochendichtemessung im Bereich einer bestehenden Osteoporose.

Ein Calcium-Vitamin D Präparat in entsprechend hoher Dosierung nehme ich derzeit schon ein, doch ist das Vitamin D das einzige der Vitamine, welches überdosiert werden kann. Der Körper würde das überschüssige Vitamin D nicht eigenständig abbauen können. Folgen kann die Überdosierung für die Nieren und ihre Tätigkeit haben. Und wie entsteht eine Überdosierung? Wenn ein entsprechend hoch dosiertes Präparat des Nahrungsergänzungsmittels verabreicht wird und zusätzlich ein längerer Aufenthalt in der Sonne besteht (beispielsweise längere Urlaube unter Spaniens Sonne usw.).

Ich habe mich jetzt in Abstimmung mit dem Onkologen dazu entschieden, für drei Monate im Sommer das Calcium-Vitamin D-Präparat abzusetzen und erst im Herbst wieder mit der Einnahme zu beginnen, da auch die Bisphosphonate-Therapie buchstäblich „an die Nieren gehen“ kann und die Nierenwerte anhand häufiger Blutuntersuchungen im Auge behalten werden müssen.

Alles in allem hoffe ich gut über die Zeit zu kommen und meinem Körper nicht zu viel zuzumuten. Mein Dauermedikament Anastrozol macht mir auch ein wenig Kummer, aber da muss ich wohl durch… So viel zur derzeitigen Situation liebe Leserinnen und Leser, einen recht schönen Start ins Frühjahr! Eure Ute

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