Bestrahlungs-Halbzeit und Humor

Schönes sehen, Hibiskusblüte wächst durch Mauerelemente, Foto Ute Boysen

Nun liegen bereits 12 Bestrahlungseinheiten hinter mir und wenn ich meine körperliche Verfassung beschreiben möchte, dann mit den Worten „es geht mir gut“. Von Montag bis Freitag finden die Bestrahlungen statt, so dass die Wochenenden ausgespart werden. Und das macht sich bei mir tatsächlich sofort körperlich bemerkbar, denn ich fühle mich dann aktiver und lebhafter. Über die Woche baut sich eine gewisse Müdigkeit oder Abgeschlagenheit auf. Doch nach den überstandenen sehr anstrengenden Chemo-Zeiten erscheint mir das als kleinstes Übel.

Gewisse Gedanken mache ich mir noch über meine starke Kurzatmigkeit, die aber aus kardiologischer Sicht nichts mit dem Herzen zu tun hat. Da eine CT auch keine Lungen-Auffälligkeiten zeigte, kann ich nur hoffen, dass mit der Zeit meine Kondition zurückkehren wird. Um die Schmerzen in meinen Beinen aufzuklären steht noch eine Knochendichtemessung an. Auch hier hoffe ich, dass keine ernsthafte Erkrankung dahintersteckt. Möglicherweise fehlt es mir an regelmässiger Bewegung. Und die werde ich jetzt mehr und mehr in Angriff nehmen können.

So freue ich mich darauf, auch die nächsten 13 Bestrahlungen ebenso gut hinter mich zu bringen und denke immer weiter positiv, dass ebenso wie die Chemos diese präventiven Maßnahmen wirklich dazu beitragen, mich gesund und tumorfrei zu halten. Und was ich persönlich ganz besonders genießen kann: meinen Humor! Ich habe ihn nicht wie im Jahr 2004 für lange Zeit verloren, ich habe ihn nicht wie im Jahr 2008 fast verloren – nein, dieses Mal sagte ich mir „nur mit frohem Sinn, so weit möglich, kann ich diese Zeit überstehen“. Und es hat geklappt.

Trotz all‘ der anstrengenden Wochen und Monate, trotz Operation, Chemos und Bestrahlungen, sowie aller Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen – meinen Humor lasse ich mir nicht mehr nehmen. Er hat mir geholfen und wie ich gestern von einer jungen, ebenfalls betroffenen Frau erfahren habe – mein Humor und mein positives Auftreten haben auch ihr geholfen. Darüber habe ich mich sehr sehr gefreut!

Nun bin ich auch langsam wieder in der Lage meine redaktionelle Arbeit für meinen Blog aufzunehmen und werde nach und nach an dieser Stelle abwechselnd Berichte zu meiner persönlichen Situation einstellen, Bücher vorstellen oder interessante Themen bearbeiten. In diesem Sinne, Danke für die Lesetreue, Eure Ute

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