Bilbao/Spanien

Zwei Tage im Baskenland

Bilbao, Kachelbild, Foto Ute Boysen

Rund 1500 km entfernt von unserer Heimatstadt liegt Bilbao in Spanien im Baskenland. Woran denken wir zuerst bei dem Begriff „Baskenland“? Ich persönlich bringe es direkt mit der männlichen Kopfbedeckung in Verbindung, die eher flach gehaltene so typische Baskenmütze namens „Boina, oder Txapela“. Dass es sich um die „Autonome Gemeinschaft Baskenland“ in Spanien handelt, ist möglicherweise weniger bekannt und die Erklärung, was es damit auf sich hat, liefert https://de.wikipedia.org/wiki/Autonome_Gemeinschaften_Spaniens recht verständlich.

Doch für uns ist die Stadt wichtig. Die Sehenswürdigkeiten, die eventuellen Unterschiede zu anderen Regionen des Landes, die Menschen, die Kultur in diesem nördlichen Gebiet Spaniens. Und diese Großstadt bietet wirklich viel – für den Kunstbegeisterten ebenso wie für den Städtereisenden, der eher Architektur aus der Vergangenheit und der Neuzeit bestaunen möchte.

Bilbao Guggenheim Museum, Außenansicht, Foto Ute Boysen

Dass ich nicht zu den Kunstspezialisten gehöre, habe ich in verschiedenen Berichten schon erwähnt – wenngleich mich das ein oder andere doch faszinieren kann. Dazu gehört ganz sicher das Guggenheim Museum in Bilbao. Es sind aber nicht die Kunstwerke, die Skulpturen oder Gemälde, die ich andächtig staunend betrachtete – es ist das einzigartige architektonische Gebäude. Hier konnte ich stundenlang von allen Seiten, von außen und von innen, seitlich, von oben herab oder nach oben blickend verweilen und mir meine Gedanken dazu machen, wie und wer es sich überlegt hatte, plante und diese Visionen zu diesem Gebäude hatte. Also es hat mich mächtig beeindruckt. Sind Sie liebe Leserinnen und Leser zudem an der ständig oder temporär ausgestellten Kunst interessiert, dann bringen Sie bitte viel Zeit mit, denn dieses Museum erstreckt sich über drei Etagen und bietet auch dem Fotofreund extrem viele Motive – trotzdem das Fotografieren in den Ausstellungshallen untersagt ist.

Bilbao Guggenheim Museum, Ausblick aus dem oberen Stockwerk, Foto Ute Boysen

Der ebenso spektakuläre Außenbereich des Museums wird auf keinem Touristenfoto fehlen.

Wir erkundeten die Altstadt und lernten die kleinen baskischen tapas kennen (kleine Brothäppchen, verschieden belegt oder kleinste Portionen Salate, die zu Getränken gereicht und meistens im Stehen verzehrt werden), die sich sehr unterscheiden von denen beispielsweise in Andalusien.

Bilbao, typische tapas Bar, Foto Ute Boysen

Kirchen und interessante Gebäude längst vergangener Zeiten säumen unseren Spazierweg durch die Gassen der mittelalterlichen Altstadt Bilbaos. Selbst die Front des Bahnhofes „Estacion de Santander“ lädt zum Fotografieren ein. Geschäfte diverser Einzelhandelsketten finden sich hier eher nicht. Die Individualität der zahlreichen kleinen und kleinsten Fachläden animieren daher umso eher zu einem Einkauf.

Bilbao, Rolltreppe mitten in der Stadt, Foto Ute Boysen

Doch befinden wir uns in einer der Großstädte Spaniens – und das bedeutet natürlich auch H&M, Zara, El Corte Inglez usw. usw. – allerdings im anderen Teil der Stadt. Auf eines möchte ich aber abschließend noch hinweisen: je nachdem, wo Ihr Hotel liegt – es könnte anstrengend werden, alles zu Fuß erledigen und erkunden zu wollen, denn hin und wieder gibt es einige Höhenunterschiede in dieser Stadt zu bewältigen. Wie gesagt – je nachdem welches Hotel Sie gewählt haben.

Fazit: Bilbao ist eine sehr schöne Stadt, selbst im November und ein Besuch daher absolut lohnenswert. Viele Interessengebiete sind hier vereint. Es muss nicht immer Barcelona oder Madrid sein – auch diese Stadt bietet extrem viel. Lassen Sie sich überraschen.

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