„Cadiz“ – Stadtbesuch in Andalusien

Cadiz, Rathaus der Stadt, Foto Ute Boysen

Länger als 40 Jahre lieben wir das Land Spanien schon und es zieht uns immer wieder nach Andalusien. Doch liegen unsere Stadtbesichtigungen schon sehr lange zurück. Das war der Grund, uns nun noch einmal individuell auf den Weg zu machen und verschiedene andalusische Städte mit all‘ ihren historischen Sehenswürdigkeiten anzuschauen.

Vorweggenommen – Cadiz hat uns jetzt nicht so wirklich gut gefallen. Das mag auch am Großbaustellenlärm gegenüber dem Hotel gelegen haben. Doch auch insgesamt betrachtet konnten wir nicht ganz so viel Schönes oder Besonderes hier entdecken. Zwei Tage hatten wir eingeplant, diese Stadt zu besichtigen. Mit dem Taxi fuhren wir zunächst in den historischen Altstadtteil, der einige Kilometer vom am Strand gelegenen Hotel entfernt liegt. Trotzdem schafften wir es an diesem Tag rund 12 km zu (er)laufen. Der Großmarkt hatte leider mittags geschlossen, doch unsere geliebten Tapas konnten wir überall in den außenliegenden kleinen Tapas-Bars genießen.

Cadiz, Standort-Stadtplan Nähe des Hafens, Foto Ute Boysen

„Cadiz“ wird hin und wieder als „Perle im Süden Spaniens“ betitelt – was unsere Erwartungen hochgeschraubt hatte. Doch wie gesagt, wir waren eher ein wenig enttäuscht. Denn die in anderen andalusischen Städten so malerischen engen Gassen sind zwar hier in großer Anzahl vorhanden – doch ist der Zustand sowohl der Gebäude, als auch der unzähligen Bars, der ehemals fantastischen Fassaden und Balkone mitleiderregend und teilweise heruntergekommen. Ausgebrochene Steine, zerfallene Teile, abgeblätterte Farben, Rost und Abfall. Ein Sanierungsstau ohne Ende bietet sich dem kritischen Betrachter. Und es handelt sich hier nicht um die vorübergehende Zeit der Corona-Pandemie. Es ist leider allzu deutlich, dass hier über viele Jahre hinweg nichts für die Instandhaltung getan wurde.

Cadiz, Nähe der Festung Castillo Santa Catalina, Foto Ute Boysen

Selbstverständlich gilt dies nicht für die imposante Kathedrale, die weithin sichtbar mit ihrem Kuppeldach beeindruckt und einen Besuch unbedingt erfordert.  Die Festung „Castillo Santa Catalina“, im Westen der Stadt direkt am Meer gelegen, konnten wir leider nicht besichtigen, da diese Corona bedingt geschlossen war. Also wanderten wir weiter immer die Promenade entlang und wieder zurück in die Altstadt.

Mag sein, dass die besondere Stimmung, das Flair dieser Stadt erst in den Abendstunden zu spüren ist. Wir haben es leider nicht erlebt, denn nach all‘ den gelaufenen Kilometern erreichten wir ziemlich mitgenommen das Hotel.

Cadiz, Puente de la Constitución de 1812, Foto Ute Boysen

Am nächsten Tag erkundeten wir einen anderen Teil der Stadt und machten uns auf den Weg zur „La Pepa“, wie unsere freundliche Dame der Hotelrezeption die faszinierende Brücke „Puente de la Constitución de 1812“ nennt (Brücke der Verfassung von 1812, siehe auch unter https://de.wikipedia.org/wiki/Puente_de_la_Constituci%C3%B3n_de_1812 Facharbeiter für Hochbau, wie die Brückenbauer von der Berufsbezeichnung her genannt werden. Doch sollte man hier schon den richtigen Blickwinkel für ein Foto finden, denn das Industriegebiet im Hintergrund wirkt nicht besonders attraktiv.

Cadiz, prächtige alte Bäume in einer Parkanlage, Foto Ute Boysen

Was uns gefallen hat in dieser Stadt? Der prächtige Baumbestand, die vielen verschiedenen Gartenanlagen, Parks oder baumbestandenen Plätze. Bäume, die wir in dieser Mächtigkeit bisher in keiner Stadt gesehen haben und die wir uns für unsere Heimatstadt wünschen würden.

Unser Fazit zur Stadt Cadiz: individuell mit einem Stadtplan zur Hand lässt sich die Stadt über viele Kilometer erkunden. Möchte man allerdings ganz gezielt von A nach B und ganz bestimmte Sehenswürdigkeiten besichtigen, bietet sich eher eine Stadtführung oder Stadtrundfahrt an.

Viele Kilometer später beenden wir unsere Stadtbesichtigung und freuen uns auf den nächsten Tag und unser nächstes Ziel „Jerez“.

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