Der Corona-Alltag voller Fragezeichen

Corona, weltumspannender Alltag, Foto Alexandra_Koch auf pixabay

Das alles überlagernde Thema seit so vielen Monaten beschäftigt auch uns Blogger, denn wie sich aus dem Namen ergibt, gestalten die meisten ihren Blog mit täglichen Dokumentationen, Berichten und Fotos im Tagebuchstil. Daraus ergibt sich natürlich auch, dass Sorgen, Nöte, Gedanken, aber auch Freude und Fröhlichkeit in einem Blog wiedergegeben werden können. Und so geht es mir momentan. Meine Gedanken drehen sich immer mal wieder um den Corona-Alltag und die vielen Fragezeichen, die er mit sich bringt.

Zum Beispiel frage ich mich momentan, welche Reiserückkehrer ihren Corona-Test bezahlen müssen? Viele Reisende haben sich beispielsweise schon Anfang Juli auf den Weg in ein anderes europäisches Land gemacht, welches zu dem Zeitpunkt keinesfalls als Risikogebiet ausgewiesen war und seine eigenen Grenzen wieder geöffnet hatte. Wohnmobilreisende zum Beispiel verbringen viele Monate im Jahr ihres Rentnerdaseins in anderen Ländern. Kehren sie nun heim, müssen sie ihren Test selbst bezahlen, wenn sie aus Spanien kommend die Länder Frankreich, Belgien, die Niederlande durchquerten? Oder Flugreisende, die vor drei oder vier Wochen in südliche Länder flogen, die erst nach dem Flug als Risikogebiet eingeordnet wurden?

Ein anderes Thema befasst sich mit der Maskenpflicht oder besser gesagt, wer sollte wo und wann welche Maske für welchen Zeitraum tragen? Ganze Frühstückssendungen im TV befassen sich mit solchen Themen. Und nicht selten ist man anschließend verunsicherter als zuvor.

Im Einzelhandel befinden sich fast ohne Ausnahme im Eingangsbereich Desinfektionsmittel, um die Hände hygienisch zu halten. Doch wer bei einem Einkaufsbummel die achte oder neunte unterschiedliche Flüssigkeit in den Händen verschmiert hat, mag häufig genug nur noch an ein Waschbecken und klares Wasser denken. Einkaufen macht dann leider nicht wirklich Spaß.

Dann gibt es noch die Reisen, die schon Anfang des Jahres gebucht wurden. Finden sie noch statt, wenn sich der Reiseveranstalter überhaupt nicht mehr meldet?

Oder wieder ein anderes Thema, die jährlich stattfindende Großkirmes wird erfreulicherweise abgesagt. Erfreulicherweise natürlich nur für die Menschen, die Großveranstaltungen jeglicher Art meiden wollen, so wie es uns Bürger seit Monaten durch die Politiker und Mediziner nahegebracht wurde. Doch das Schaustellergewerbe leidet ohne Ende, zumal auch die deutschen Weihnachtsmärkte dieses Jahr noch nicht gesichert stattfinden dürfen. Ist es dann sinnvoll eine kleine Kirmes stattfinden zu lassen? Weit durch die Stadt verstreut – aber Massen Menschen anziehend, die endlich wieder etwas Anderes sehen und erleben wollen? Gibt es nicht andere Wege die Schausteller in jeglicher Form zu unterstützen?

Und letztendlich – was dem einen recht ist, ist dem anderen billig. Die Karnevalsvereine werden sich melden, wenn die großen Umzüge nicht stattfinden dürfen, dann vielleicht ein kleiner? Die Schützenvereine und die Gastronomen mit ihren jährlich stattfindenden Feiern und Stadtfesten…

Und der Alltag bringt immer wieder neue Fragezeichen hervor. Nun ist es die Grippe-Impfung. Eine Impfung für die gesamte Bevölkerung, wie vorgeschlagen, sei nicht machbar, sagen Fernseh-Interviewpartner der Ständigen Impfkommission. Es ist schlicht und ergreifend nicht ausreichend Impfstoff vorhanden. Aber wie schon seit Jahren zuvor, sollen sich ältere Menschen ab 60 Jahren gegen Grippe impfen lassen. Dies hat nun nichts mit Corona zu tun, betrifft aber gleichermaßen unseren derzeitigen Fragezeichen-Alltag.

Und kommen unsere Enkelkinder mit laufender Nase, Husten oder sogar Fieber aus Kindergärten und Schulen zurück – wie jedes Jahr im Herbst/Winter – dürfen wir sie dann tage- oder wochenlang nicht mehr sehen? Es könnte ja Corona sein? Es gibt wirklich viele Fragen zu diesem Thema. Aber auch viele Antworten, da unsere Mediziner tagtäglich dazu lernen. Unsicherheit bleibt bestehen, ist eine aus der Welt geräumt entsteht garantiert ein neues Fragezeichen zu einer neuen Erkenntnis.

Also heißt es weiter: Abstand halten, Menschenansammlungen meiden, Maske tragen, Hände desinfizieren und waschen. Mehr können wir wohl nicht tun. Derzeit. Bleiben Sie gesund!

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