Der griechische „Ochi-Tag“

Der griechische Ochi Tag, Foto S. Hofschlaeger_pixelio.de

So manch‘ ein Feier- oder Gedenktag ist jung, entstand aus welchen Gründen auch immer in den letzten Jahren und ist eher unbekannt. Aber andererseits gibt es interessante Feiertage in anderen Ländern, die sind jahrzehntealt und trotzdem unbekannt. So erging es mir mit dem griechischen „Ochi-Tag“, von dem ich noch nie gehört hatte.

„Ochi“ heißt auf Deutsch „Nein“. Also ein „Nein-Tag“? Was ist das denn, dachte ich mir und stöberte im Internet. Tatsächlich gibt es diesen Tag in Griechenland und er ist bereits knapp 80 Jahre alt! Und es ist nicht einfach nur ein Feiertag, nein, es ist sogar ein Nationalfeiertag.

Was verbirgt sich hinter einem „Nein-Tag“? Es ist ein Vorfall, der auf den 28. oder 29. Oktober 1940 zurückzuführen ist (genau lässt sich das Datum nicht festlegen). Damals forderte Italien die Unterwerfung Griechenlands. Die telegrafische Antwort lautete schlicht und ergreifend „Ochi“, also „Nein“. Der Krieg zwischen beiden Ländern begann. Der geschichtliche Hintergrund reicht indes ein Jahr zurück ins Jahr 1939 (Quelle: www.wikipedia.org). Mitten im zweiten Weltkrieg begingen nun weltweit alle griechischen Gemeinschaften (die griechische Diaspora genannt) diesen 28. Oktober (oder 29.) als Gedenktag des „Ochi“. Zum Nationalfeiertag wurde dieses Datum nach dem zweiten Weltkrieg ausgerufen.

Mit festlichen Aktivitäten wie Paraden und Umzügen verschiedenster Gruppierungen wird der Feiertag bis heute begangen.

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