Die Bestrahlungen

Bestrahlungen, Linearbeschleuniger, Teilansicht, 1500×1125, Foto Ute Boysen

Nun befinde ich mich, wie ich es nenne, in der zweiten Behandlungsphase – der Bestrahlungstherapie. Festgesetzt auf 25 Bestrahlungen, erfolgte in der letzten Woche die Planungs-CT (Planungs-Computer-Tomografie) mit den ersten Einzeichnungen der zu bestrahlenden Körperregion/-fläche. In meinem Fall ist dies der Bereich der operierten Brust. Hier wurde exakt die Stelle mit Stiften markiert, die anschließend punktuell bestrahlt werden soll.

Am 1. Oktober war es dann soweit. Die erste Bestrahlung fand statt. Doch anders als noch im Jahr 2005 läuft heute das kurze Prozedere völlig anders ab. Nicht nur haben sich die Räumlichkeiten verändert, auch die eingesetzte Technik ist auf neuestem Stand. So hat mich der „Linearbeschleuniger“, der umgangssprachlich eher „Bestrahlungsgerät“ genannt wird, erst einmal ein wenig verunsichert allein aufgrund seiner Größe. (Ein Linearbeschleuniger oder LINAC ist ein Teilchenbeschleuniger, der geladene Teilchen wie Elektronen, Positronen oder Ionen in gerader Linie beschleunigt. Fast immer ist mit dieser Bezeichnung eine Anlage gemeint, in der die Beschleunigung durch eine Wechselspannung hoher Frequenz erreicht wird. Quelle: Wikipedia)

Bestrahlungen, Linearbeschleuniger in gedrehter Position, 1500×1125, Foto Ute Boysen

Nachdem im Liegen diese Anlage einmal um meinen kompletten Oberkörper herumgefahren war, konnte durch wiederholtes leichtes Korrigieren der Liege, auf der ich mich befand, das Bestrahlungsfeld vom Arzt noch exakter bestimmt werden. Nun stand die genaue Liegeposition fest und die letzten Einzeichnungen wurden auf der Haut vorgenommen, sowie Fotos gemacht. Danach startete die erste Bestrahlungseinheit. Ich hielt die Augen geschlossen, atmete ruhig weiter und nur wenige Minuten später ertönte durch den Lautsprecher der Hinweis, dass ich fertig sei. Gemerkt habe ich absolut nichts.

Meine vorherige Nervosität war unberechtigt, denn alles verlief ruhig und umsichtig und wurde Schritt für Schritt vom Mitarbeiter erklärt. Abschließend erhielt ich den Terminplan für die kommenden fünf Wochen. Ich hoffe, dass diese Phase komplikationslos verläuft und auch die Technik stabil läuft – denn erst nach Abschluss auch dieser Phase kann ich wieder befreit aufatmen.

Bis zum nächsten Bericht über den Stand der Dinge liebe Grüße an alle Leserinnen und Leser, Eure Ute

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