„Die Handtasche“ – Wichtig?

Oder eher nicht?

Ganz spontan fällt mir ein überaus witziger Ausspruch von Bruce Danell aus der TV-Unterhaltungssendung „Germany‘s next Topmodel“ ein, wenn ich den Begriff „Handtasche“ höre. Wie sagte er doch so schön: „Die Handetasche muss lebendig sein!“ Ich machte mich auf den Weg, um eine Seniorin danach zu fragen, ob die Handtasche für sie persönlich wichtig sei. Die Antwort? Hören Sie selbst:

blog Thema Handtasche, Seniorin Karin Pezske, Foto Ute Boysen

„Wichtig für all‘ meine Sachen! In erster Linie ein Aufbewahrungsort sozusagen, “ sagt Karin Perske (75). „Schlüssel, Geldbörse, Papiere, Taschentücher und so weiter“, zählt die Düsseldorferin auf, was sie ständig bei sich trägt. Das sei schon immer so gewesen, doch „ihr“ Aufbewahrungsort hat sich im Laufe des Lebens verändert. Denn waren es früher in jungen Jahren eher Beutel oder Rucksäcke, so begann die Taschenphase mit Eintritt in den Lehrberuf. „Da musste es eine Tasche sein, und schön“, erinnert sich die Seniorin. Heute sei ihr das egal, funktionieren müsse sie.

Aber dennoch legt Karin P. Wert auf Qualität. Abgestimmt auf die Garderobe waren die Taschen und aus Leder. Lieber eine weniger, lautete ihr Motto. So bevorzugt sie bis heute schwarze Marken-Taschen und wechselt eher selten von einer Handtasche zur anderen. „Es ist mir einfach lästig den ganzen Inhalt hin und her räumen zu müssen!“ Meinen Tipp, eine herausnehmbare Innentasche anzuschaffen, da diese mit einem Handgriff von einer Tasche zur anderen gewechselt werden kann, lehnt sie ab. „Nein, nein, das ist keine Lösung für mich. Die passt dann nur in die eine oder andere Handtasche und ist für andere wieder zu groß.“ Sie habe mittlerweile eine Lieblingstasche, die nicht immer farblich passend zur Garderobe wäre, aber das sei egal. „Meine Freundin sagt mir allerdings schon mal, wenn etwas nun gar nicht gut aussieht. Dann habe ich manchmal das Gefühl, ich muss doch eine andere  mitnehmen. Hauptsache die Farbe der Handtasche und der Schuhe stimmen überein!“

Die Handtasche, verschiedenste Taschen, Foto roman 2557 auf pixabay

Die Seniorin erzählt von ihren früheren recht großen Taschen, die zwar praktisch, aber unhandlich waren. Heute benötigt sie eine Gehhilfe und kauft eher kleinere Modelle aus leichterem Material. Lachend berichtet sie auch darüber, dass in einer Modestadt wie Düsseldorf viele Damen der Mode entsprechend durchgestylt und mit Handtaschen flanieren, die gerade „in“ seien – und teuer. Mir fällt ein Gesprächsfetzen ein, den ich innerlich lachend abspeicherte. Zwei sehr elegant  gekleidete Geschäftsfrauen standen in der Lederwarenabteilung eines Kaufhauses und tauschten sich über eine neue Handtasche aus. Was bei mir haften blieb war folgender mit allem Nachdruck ausgesprochener Satz: „GUESS??? Geht ja überhaupt nicht!!!“ Aber zurück zur Seniorin.

„Ich trug meine Handtasche auch immer locker über die Schulter geworfen, aber aus Angst vor einem Übergriff oder Diebstahl hänge ich die Tasche jetzt quer über den Oberkörper oder sogar um den Hals.“ Aus Sicherheitsgründen legt Karin P. ihre Handtasche auch nicht mehr auf den Beifahrersitz des Autos, sondern in den Fußraum. Auch das eine oder andere Missgeschick mit ihren Handtaschen hat die Seniorin nicht vergessen. So besaß sie einmal eine wunderschöne Tasche mit Kroko-Prägung – ihr ganzer Stolz. Zur roten Jacke sah alles sehr edel aus und Karin fühlte sich außerordentlich wohl. Doch leider zog das Material viele Fäden an der Jacke und die Freude war nur von kurzer Dauer. Ein anderes Mal hatte sie eine schwarze Lederhandtasche „eingefettet“ – aber zu früh benutzt. Die Kleidung trug daraufhin überall Fettflecken…

Wie viele Taschen sie habe interessiert mich noch sehr, denn viele Frauen entwickeln eine große Sammelleidenschaft. Doch Karin schaut eher selten einmal nach, ob noch alles gepflegt und schön aussieht. Die Taschen, die sie nicht mehr mag bringt sie zur Kleiderkammer der Kirche. „Eine weiße, eine beige und einige schwarze Handtaschen reichen ja auch, farbige habe ich eh niemals gekauft“, lacht sie. Ach ja, und dann fällt ihr noch ein, dass sie sehr wohl eine ausgefallene Tasche besitzt! „Im Alter von 16 Jahren begann ich mich für Opern zu begeistern und bis zu meinem 50. Lebensjahr habe ich diese monatlich besucht. Eine wunderschöne silberfarbene Paillettentasche gehörte dann zum langen Kleid. Ja besondere Anlässe benötigen halt auch eine besondere Tasche. Da wird dann richtig aufgebrezelt“, beenden wir beide lachend das Gespräch.

Und noch etwas zum Schmunzeln aus der Computer-Vergangenheit, als es noch das Speichermedium Diskette gab… (Anmerkung zum Witz: Vielleicht könnte man „Diskette“ abändern auf „CD/DVD/Stick“, denn vermutlich gibt es Leser, die nicht mehr wissen, was eine Diskette ist)

Anfrage von einer PC-Anwenderin: „Wenn ich einen Film auf meiner Diskette speichern möchte, kommt die Meldung, dass auf der Diskette nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist. Dann versuche ich es mit „Verknüpfung speichern“ und dann ist Platz genug und der Film ist auf der Diskette. Das Problem ist aber, wenn ich diesen Film auf der Diskette nun auf einem anderen PC anschauen möchte. Dann kommt immer die Fehlermeldung „Nicht gefunden“. Aber auf meinem PC funktioniert es. Wie oder was kann das sein?“

Antwort der IT-Hotline: Sehr geehrte Anwenderin, in Ihre Handtasche passt Ihr Pelzmantel einfach nicht rein. Ein Zettel mit dem Vermerk, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt, passt aber in Ihre Handtasche. Also, solange Sie diesen Zettel daheim lesen, finden Sie Ihren Pelzmantel im Schrank. Schwieriger wird es, wenn Sie Ihre Freundin besuchen und dort Ihren Zettel lesen und erfahren, dass Ihr Pelzmantel im Schrank hängt. In dem Schrank Ihrer Freundin können Sie suchen so lange Sie wollen. Ihren Pelzmantel finden Sie dort bestimmt nicht…“

„Noch eine Hilfe: Handtasche = Diskette, Pelzmantel = Film, Zettel = Verknüpfung, Schrank = PC, Motten im Schrank = PC Virus, Nachbar im Schrank = Hacker. … Alles klar?!“

(Verfasser unbekannt)

 

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