Die Parkscheiben-Einstellung

Richtig oder falsch?

Parkscheibe, Verkehrsschild zur Parkerlaubnis mit Parkscheibe, Foto Ute Boysen

Da steht es mal wieder – das Verkehrsschild mit dem Hinweis auf zwei Stunden kostenfreies Parken „mit Parkscheibe“. Freude kommt auf, denn einer dieser Parkplätze ist frei und das heißt in erster Linie „Geld sparen“.

Nun ist es 11.13 Uhr und ich versuche möglichst exakt diese Zeit eingestellt zu bekommen. Was nicht gelingt. Also, so denke ich mir, drehe ich die Zeitangabe auf irgendetwas dazwischenliegendes im weißen Bereich. Hauptsache, die Parkscheibe liegt gut sichtbar für die Kontrollinstanzen an der Windschutzscheibe.

Doch dies, so habe ich nun (ich gestehe, mehr zufällig) im Internet nachlesen können, ist falsch. Solch‘ eine Vorgehensweise sei gleichzusetzen mit einer nicht vorhandenen Parkscheibe – und damit ordnungswidrig. Ungläubig nahm ich diese Information zum Anlass, einige Autofahrer(innen) ganz kurz auf ihre Vorgehensweise zu befragen und erhielt folgende Antworten:

Parkscheibe, im Auto ausgelegt, Foto Ute Boysen

Bei einer Ankunftszeit 11.13 Uhr wäre Sabine H. (36) erst einmal sehr unsicher, ob die Ankunftszeit oder die erlaubte Endparkzeit eingestellt werden müsse, also in diesem Fall 13.13 Uhr. Laura E. (26) hingegen würde die Parkscheibe auf 11.30 Uhr drehen – und das ist richtig. Denn die Straßenverkehrsordnung sagt unter § 13 „Einrichtungen zur Überwachung der Parkzeit“, Abs. 2. dazu: „…soweit das Fahrzeug eine von außen gut lesbare Parkscheibe hat und der Zeiger der Scheibe auf den Strich der halben Stunde eingestellt ist, die dem Zeitpunkt des Anhaltens folgt.“

Und dann stellte ich mir und auch anderen die Frage: kann ich noch mehr Geld sparen, wenn ich nach abgelaufener Zeit meine Parkscheibe erneut auf eine Ankunftszeit drehe? Das wären ja dann vier Stunden kostenfreies Parken! Aber leider ist dies sogar regelrecht verboten! Die „Politessen“ haben auch auf Parkscheiben einen Blick und kontrollieren auch diese. Sie können sich sicher nicht jedes Fahrzeug an jeder Stelle und mit jeder Parkdauer merken – doch stichprobenartige Kontrollblicke auf die Parkscheiben werden vorgenommen. Und sollte dann auffallen, dass ein Fahrzeug tatsächlich schon drei Stunden oder länger auf einem solchen Parkplatz steht – dann ist sogar ein Bußgeld (Knöllchen) fällig.

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