Die Sonnenbrille – Mode? Oder Notwendigkeit?

Sonnenbrille liegt im Sand, Foto Pexels auf pixabay

Wieder einmal ist mir ein Gegenstand aufgefallen, der in den USA tatsächlich mit einem besonderen Tag gefeiert wird. Für diesen „National Sun Glasses Day“ wurde der 27. Juni eines jeden Jahres ausgewählt – warum? Das lässt sich nicht abschließend herausfinden und tatsächlich auch nicht, seit wann exakt dieser Tag als Sunglasses Day begangen wird.

Vorausschicken möchte ich noch kurz, dass ich Brillenträgerin mit leichter Kurzsichtigkeit bin. Als mein Mann und ich vor 39 Jahren an einem sehr weißen und heißen Strand urlaubten, hatte ich mit extrem tränenden Augen zu kämpfen, was mir die Urlaubswochen wirklich erschwerte. Damals besaß ich noch keine Sonnenbrille, schlicht und ergreifend hatte ich bisher keine benötigt. Also kaufte ich eine solche ohne meine Sehstärke dort im Urlaub. Was natürlich gar nicht funktionierte. Zwar liegen meine Dioptrien Werte im eher unteren Bereich – doch eine Sonnenbrille ohne Stärke war recht nutzlos. Für den nächsten Strandurlaub hatte ich eine entsprechend notwendige und wichtige Sonnenbrille anfertigen lassen.

Warum ich das so ausführlich schildere? Weil meines Erachtens eine Sonnenbrille nicht nur ein schmückendes Beiwerk ist. Zwar unterliegt auch diese Brille jährlich wechselnden Modeerscheinungen und Farbgebungen – doch in erster Linie sollte auf die medizinische Notwendigkeit geachtet werden. Wohl dem, der keine Sonnenbrille braucht, sondern nur dem Modetrend folgen möchte.

Bereits seit Hunderten von Jahren schützen sich die Menschen vor den grellen Sonnenstrahlen, sowohl in südlichen Ländern, als auch in schneereichen Gegenden, indem farbige Brillengläser benutzt wurden. Verschiedene Konstrukteure, Mediziner und später Optiker veränderten und verbesserten die Sehhilfe über die Jahrhunderte dergestalt, dass mit der Nachweisbarkeit der schädlichen UV-Strahlungen auch die Farben der Sonnenbrillengläser einer Veränderung unterlagen.

Heute ist die Sonnenbrille aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Selbst in geschlossenen Räumen, in Jugendclubs und Straßenbahnen, zu jeder Jahreszeit und zu den seltsamsten Anlässen werden Sonnenbrillen getragen. Als Mode-Accessoire und Statussymbol von preiswert bis extrem kostspielig.

Denken wir am 27. Juni  einfach einmal daran, dass die Sonnenbrille spätestens für den nächsten Urlaub auf ihre Funktionalität hin überprüft wird – oder auf die Aktualität in Sachen Mode.

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