Enkelbetreuung rundum für zwei Wochen

Enkelkinderbetreuung, drei Playmobil Kinderfiguren, Foto Ute Boysen

Nachdem wir schon einige Jahre gemeinsam mit unserem jüngsten Sohn und seiner Familie den Strandurlaub in Spanien verbracht haben, standen wir nun vor einer neuen Herausforderung. Doch der Reihe nach.
Den 10. Hochzeitstag feiert unser jüngster Sohn mit seiner Frau in diesem November und so schlugen wir vor, eine lang ersehnte Reise der beiden familientechnisch zu unterstützen.

Die „kleine Bande“, wie ich die drei Enkelkinder vor längerer Zeit liebevoll taufte, sind nun 6 1/2 , 4 1/2 und 3 1/2 Jahre alt und was das bedeutet können Eltern und andere Großeltern sicher nachvollziehen… Unser ältester Enkel kam dieses Jahr zur Schule mit all‘ den Herausforderungen, die das Schulleben nun einmal mit sich bringt. Die beiden Kleinen gehen in den Kindergarten. Um nun die vielen verschiedenen Uhrzeiten, Wegbring- und Abholtermine, sowie Martinszüge usw. nicht aus dem Blick zu verlieren habe ich einen Plan geschrieben, den mein Mann und ich immer bei uns tragen 🙂

Und so verging die erste Woche mit einigen Veränderungen für uns, aber auch für die Kinder. Oma und Opa machen so Einiges anders als Mama und Papa (ohne erziehungstechnisch einzugreifen versteht sich), aber die Tagesabläufe sind dennoch ein wenig anders. Und morgens um 6.00 Uhr aufzustehen haben wir seit einigen Monaten hinter uns gelassen, weil mein Mann nun im Ruhestand ist und nicht mehr täglich nach Düsseldorf fahren muss. So stehen derzeit lange lange Tage vor uns, die erst recht erschöpft um 19.30 Uhr enden…

Und dennoch sind die Tage kürzer als damals zur Kinderzeit unserer eigenen Drei. Wir hatten damals nur Kindergartenzeiten von 8.00 bis 12.00 Uhr und das war’s. Heute können die Kinder je nach Anmeldezeiten bis 15.00 Uhr (oder noch länger) im Kindergarten bleiben und auch dort Mittag essen. Auch eine OGS (Offene Ganztags Schule) gab es damals noch nicht und unsere Kinder kamen mittags zum Essen und zum Hausaufgaben machen nach Hause. Kochen war täglich angesagt und Schulaufgaben entweder begleiten oder kontrollieren selbstverständlich. Wie anders doch heute alles ist. Und so gesehen auch eine enorme Erleichterung für die heutigen Eltern.

Aber wir sind halt etwas älter. Auch wenn unser Sohn meinte: „Aber Mama, Ihr habt doch selbst drei Kinder gehabt“…. Ich erinnerte ihn lachend daran,  dass wir nun rund 35 Jahre älter sind. Und was uns damals recht leicht von der Hand ging, das ist heute schon etwas anstrengender. Dennoch muss ich sagen: bis auf die drei Tage (Allerheiligen-Feiertag und Wochenende) gelingt alles prima. Wie herausfordernd diese drei Tage waren haben wir morgens gespürt, als alle Kinder wieder gut weggebracht waren und wir in Ruhe zu Hause ankamen…
Welch‘ eine Stille. Noch einige Tage und dann werden wir sicher den Trubel vermissen!

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