Enkelkind Einschulung oder …

„Der Ernst des Lebens beginnt“

Einschulung, Foto Holzmännchen mit Buchstaben von S. Hofschlaeger_pixelio.de

Monate-, Wochen-, Tagelang hat die gesamte Familie darauf hin gefiebert – auf den großen Tag der Einschulung. Unser Enkel (6) konnte vor lauter Aufregung bereits die letzten zwei Tage nicht mehr essen und nur noch unruhig schlafen. Und dann war er da. Der Tag, an dem der „Ernst des Lebens“ begann.

Dieser „Ernst des Lebens“ sollte am Vormittag noch eine humorvolle Rolle spielen. Doch zunächst einmal startete der Tag mit einem Gottesdienst. Und da saßen wir nun: 70 Erstklässler, aufgeregt, nervös, angespannt, teilweise ängstlich, zaghaft lächelnd oder verkniffen in die Runde schauend… Dazu eine wirklich sehr große Anzahl erstens an Eltern, natürlich, aber auch Großeltern, Geschwistern, Paten oder Freunden. Und so war die Kirche mehr als gut besucht an diesem frühen Einschulungsmorgen.

Ob die Kinder den Sinn der gesprochenen Worte aus der Bibel wirklich verstanden haben sei einmal dahingestellt. Für viele Angehörige war es jedoch ein Moment, der bewusstmachte, wie sehr sich nun das Leben der Kleinen verändern würde. Und mit Wehmut erinnerte ich mich persönlich an die Tage, an denen unsere drei Kinder in der gleichen Kirche erwartungsvoll ins Schulleben schauten. Wie lange war das nun schon her.

Nach dem Gottesdienst spazierte die große Einschulungsgemeinde hinüber zur Schule, um vom Rektor begrüßt zu werden. Hier nun hatten sich die älteren Schulkinder ebenfalls eingefunden und führten ein humorvolles Stück auf mit dem Inhalt des „Ernst des Lebens“. Doch auch hier stellt sich die Frage, ob die kleinen „Neuen“ den Sinn wirklich verstanden haben. Die Aufregung war wohl zu groß.

Lobend und absolut zustimmend möchte ich noch bemerken, dass die Schulleitung in Zusammenarbeit mit den Lehrkräften dafür einstand, keine Fotos zuzulassen. Dies beschränkte sich natürlich auf Gruppenfotos und Fotos, auf denen später andere als die eigenen Kinder abgebildet wären. Im Hinblick auf Facebook und andere soziale Netzwerke, in denen die Kinderfotos dann auftauchen würden, habe man sich entschieden, hier ein Fotoverbot auszusprechen.

Ich habe geklatscht, denn leider wird im Netz zu viel Unwesen getrieben mit Fotomontagen oder ähnlichem und wir sollten unsere Kinder und Enkelkinder davor schützen! Mit meinem Klatschen habe ich leider nur wenige Mitstreiter motiviert, aber es gibt sie und danke dafür. Auch der Rektor bedankte sich.

Im Anschluss teilte er die Kinder namentlich in die drei Schulklassen auf und die 1 a, 1 b und 1 c (es hat sich im Laufe der Jahrzehnte erfreulicherweise einmal nichts an den Bezeichnungen verändert) marschierten mit ihren Klassenlehrerinnen zur ersten Unterrichtsstunde. Nun sind sie Schulkinder.

Später hatten alle die Möglichkeit sich mit ihren Kleinen zu fotografieren, die stolz die wunderschönen Schultüten in die Höhe hielten. Die überwiegend selbstgebastelten Tüten zeigten fast immer durch liebevolle Gestaltung, welchen Hobbies und Interessen die 6- bis 7jährigen nachgehen.

Unsere Familie verbrachte den Tag als Familientag mit allen Omas und Opas, Tanten, Uroma und Cousinen und Cousins. Ein wichtiger Tag im Leben unseres kleinen Enkels, der ihm als „besonderer“ Tag in Erinnerung bleiben soll. Wir wünschen ihm und allen anderen eingeschulten Kindern einen guten Start und überwiegend schöne Schuljahre!

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