Essbare Obstkerne

Weintraubenkerne

Weintrauben, Foto Couleur auf pixabay

„Bringst Du mir bitte Weintrauben mit? Aber die kernlosen!“ So fragte mich meine Mutter (86) vor einigen Tagen. Ja es ist wirklich sehr angenehm, die Trauben zu essen, ohne die lästigen – oder sogar schädlichen? – kleinen Kerne ständig ausspucken zu müssen. Aber halt! Schaden diese Kerne denn wirklich unserer Gesundheit?

Ein klares „Nein“. Denn in den kleinen, oft bitter schmeckenden Kernchen stecken tatsächlich Stoffe, die entzündungshemmend und keimtötend wirken. Sekundäre Pflanzenstoffe werden diese genannt. „Sie dienen den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen Fressfeinde oder mikrobiellen Angriff und wirken darüber hinaus als Wachstumsregulatoren… (Quelle: Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. , www.dge.de/wissenschaft/). Unter anderem werden diesen Stoffen für unsere Gesundheit fördernde Wirkungen, wie zum Beispiel Blutdrucksenkung, zugesprochen.

Die Kerne müssen allerdings kleingebissen werden und sollten nicht als ganzer Kern verzehrt werden, da die Magensäure nicht in der Lage ist, die sekundären Pflanzenstoffe aus dem Kern herauszulösen (Quelle: Verbraucherzentrale Bayern, Ernährungsberaterin Heidrun Schubert).

Melonenkerne

Wassermelone, Fruchtfleisch mit Kernen, Foto von Andrea Petra Puporka auf Pixabay

Ich gebe zu, mich persönlich stören die kleinen schwarzen Kerne der Wassermelone sehr. Gerne esse ich das Fruchtfleisch, genieße es wann immer und wo immer die Wassermelonen erhältlich sind. Aber wie gesagt – die Kerne. Das Herauspuhlen aus dem roten saftigen Fruchtfleisch ist zeitraubend und wie ich jetzt erst erfahren habe – völlig überflüssig!

Warum? Weil die kleinen schwarzen Kernchen tatsächlich äußerst gesund sein sollen. Und zwar beinhaltet das Fruchtfleisch der Wassermelone zu 95 Prozent Wasser, aber in den verbleibenden 5 Prozent stecken einige Vitamine und Spurenelemente. Am wichtigsten aber sind die gesunden Inhaltstoffe der Kernchen. Vitamine A, B und C, ungesättigte Fettsäuren, sowie Magnesium und Kalzium und Eisen.

Auch diese Kerne müssen zerbissen und zerkaut werden, denn erst dadurch gelingt eine gute Nährstoffaufnahme. Auch hier reicht die Magensäure nicht aus. Viel wichtiger ist jedoch in diesem Fall die Verdauung, denn nur gut zerkaut passieren die Kernchen problemlos den Verdauungstrakt und bleiben nicht irgendwo im Darm stecken.  (Quelle: www.smarticular.net).

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