Gedenktag an die Pilgerväter

Nun gibt es im Dezember so einige für uns Christen außerordentlich wichtige Feiertage, über die in allen Medien ausführlich berichtet wird. Doch ganz am Rande erfahren wir hin und wieder auch etwas über andere Länder, Religionen oder Ereignisse vergangener Zeiten. Gedenktage – mal kurios, mal lustig, mal Nachdenkens wert. So geht es mir mit dem 21. Dezember.

Boston, Hauptstadt Massachusetts, Foto USA-Reiseblogger auf pixabay

Irgendwann las ich über dieses Datum einen Bericht und neugierig geworden suchte ich nach weiteren Informationen. Der 21. Dezember gilt als Gedenktag in den USA und erinnert an das Jahr 1620. In diesem Jahr machte sich eine Gruppe englischer Auswanderer auf dem Segelschiff „Mayflower“ auf den beschwerlichen Seeweg in die „neue Heimat“. Angekommen auf dem Festland der heutigen USA, siedelten sie sich nach einigen Irrungen und Wirrungen  letztendlich in  „Neuengland“ (Massachusetts, Nordosten der USA) an. Diese Menschen nannten sich selbst „Heilige“ (englisch „saints“) und führten ihre Namensgebung zurück auf den Apostel Paulus (Quelle: www.wikipedia.de). Heute bezeichnen wir diese ersten Siedler in diesem Gebiet als „Pilgerväter“. In diesem Gebiet bedeutet, dass es nicht die ersten englischen Siedler waren, die auf dem fernen Kontinent ihre neue Heimat fanden. Dennoch kommt ihnen eine bis heute andauernde große Bedeutung zu, da das bekannte „Thanksgiving Fest“ (Erntedankfest) auf diese Pilgerväter zurückzuführen ist.

Ist es wirklich erst rund 400 Jahre her? Angesichts unserer europäischen Städte, die nicht selten Hunderte von Jahren oder sogar über 1000 Jahre alt sind, erscheint die Besiedelung durch die Pilgerväter in Neuengland zeitlich gesehen so nah. Eine rasante Entwicklung begann jedoch zunächst in ganz kleinen und sicherlich äußerst mühsamen Schritten. Aufgrund ihrer religiösen Ansichten wurden die Pilgerväter in ihrer alten Heimat verfolgt und flüchteten ins Exil Niederlande Hier wurden sie mehr geduldet als respektiert und schließlich führte sie ihr Lebensweg über das Meer in die neue Heimat. Ganz nebenbei erfahren wir durch diese Geschichte, dass das „Thanksgiving Fest“ auf diese Zeiten zurückzuführen ist. Die Selbstversorgung der Kolonie gestaltete sich so schwer, dass erst die Eingeborenen hilfreich zur Seite stehen mussten, indem sie die Fremden mit Nahrung und Knowhow unterstützten. Dieses friedliche Miteinander wird daher bis heute mit dem Thanksgiving-Fest gefeiert. Leider hielt dieser Friede nur wenige Jahre.

Unter www.wikipedia.de werden zwei wichtige Werke als Primärquelle angegeben. (Gouverneur William Bradford von 1620 bis 1647, Geschichte der Kolonie) sowie ein von Thomas Mortons geschriebenes Buch von 1637.

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