Große Hitze – Tipps

Wir haben relativ selten in unseren Breitengraden mit großer Hitze zu tun – aber es gibt diese Zeiten im Sommer und die Einen freuen sich riesig darüber, die Anderen jammern und wieder andere warten sehnsüchtig auf 16 Grad und Regen. Wie das Wetter auch sein mag – nie ist es richtig.

Sommerwiese und junge Frau, Foto Jill Wellington auf pixabay

Doch bleiben wir bei der großen Hitze, die wir häufig genug nicht wirklich genießen können. Das liegt jedoch auch daran, dass wir unsere Kleidungsgewohnheiten wenig ändern und anpassen an das Klima. In Indien, in der Türkei oder in Dubai, aber auch in Südspanien habe ich es immer wieder erlebt, dass die Einheimischen lockere, weite Kleidung bevorzugen und diese auch nicht aus Polyacryl oder Polyestergemischen, sondern aus Naturfasern bestehen. Also die Kleidung, nicht die Einheimischen. Scherz beiseite – es ist selbstverständlich für die Menschen dieser Länder, sich in den überwiegend heißen Monaten anders zu kleiden als gewöhnlich. Was ja auch Sinn macht, denn enge Jeans, bauchfreie enge Oberteile oder Schlauchkleider aus Stretch-Stoffen mögen interessant aussehen, zwängen aber den Körper ein und lassen die Haut kaum atmen. Abgesehen davon, dass diese Art Kleidung nicht überall erlaubt ist oder gern gesehen wird.

Auch die Farbe der Bekleidung scheint wichtig zu sein, denn tragen wir in Deutschland eher helle Farben, so ziehen die Bewohner in Spaniens Bergdörfern oder die Frauen in den arabischen Emiraten die Farbe schwarz vor. Es soll laut wissenschaftlicher Studien tatsächlich recht unerheblich sein, welcher Farbe die Kleidung ist, viel wichtiger sei es, den Stoff nicht zu dünn zu wählen. Denn die UV-Bestrahlungen sollen ja ebenfalls abgehalten werden und das gelingt eher mit dickeren oder festeren Stoffarten. Weitgeschnittene Kleidung aus Baumwolle oder Leinen ist häufig die beste Wahl, um übergroße Hitzeeinwirkung auf unseren Körper abzuwehren und unser körperliches Wohlbefinden zu steigern – trotz Hitze.

Teeglas mit Tee, Foto Myriam Zilles auf pixabay

Ein weiterer wichtiger Punkt scheint nicht nur in oben genannten Ländern traditionell zu sein oder nur in Hitzeperioden angewandt zu werden. Es betrifft unsere Getränkewahl, beziehungsweise die Temperatur unserer Getränke. Nicht nur in Deutschland lieben wir die eisgekühlten Getränke, vom Eistee über den Eiskaffee bis hin zu Säften mit Eiswürfeln versehen. Doch damit kommt unser Körper bei großer Hitze überhaupt nicht gut zurecht. Denn der gesamte Organismus ist ja sowieso schon damit beschäftigt sich herunter zu kühlen. Jetzt kommt also noch eiskalte Flüssignahrung hinzu, die auf die normale Körpertemperatur hoch reguliert werden muss und das bedeutet wirklich Arbeit für alle beteiligten Körperteile oder –Systeme.

Wie verhalten sich in diesen heißen Zeiten Bewohner anderer Länder? Sie genießen warme oder sogar heiße Getränke und bieten gastfreundlich diese auch den Touristen an. In der Türkei ist es gang und gäbe einen Tee anzubieten, der nicht nur erfrischt, sondern auch wohlschmeckend ist. So ähnlich verhält es sich in den Arabischen Emiraten und auch in Indien. Tee, warm oder heiß serviert, und das zu jeder Tageszeit. Machen wir es doch ebenso. Es muss ja nicht der Schwarztee sein, der uns häufig nicht schlafen lässt. Früchte- oder Kräutertees erfüllen den gleichen Zweck und löschen hervorragend den Durst. Und sollten Sie auf Mineralwasser nicht verzichten können – kein Problem, aber bitte nicht eisgekühlt! Ihr Körper wird es Ihnen danken. Genießen Sie den Sommer!

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