Großstadt Impression

Großstadt, junges Mädchen verkleidet zum Japantag Düsseldorf, Foto Ute Boysen

Gedanken zum Lächeln

Düsseldorf – Hochburg von Karneval, Spaß und rheinischer Lebensfreude sieht „an Tagen wie diesen“, Anfang Februar, auch nicht fröhlicher aus als jede x-beliebige andere Stadt. Trist und grau durch das Wetter – und die Menschen gehen, schlendern oder laufen strammen Schrittes mit ernsten Gesichtern durch die Straßen.

Es schaut aus, als würde ein Riesenunglück, eine Katastrophe bevorstehen… alle Probleme der Welt würden auf den Schultern lasten. Und dabei bleibt scheinbar alles Positive, Fröhliche oder Angenehme auf der Strecke. Was ich vermisse ist ein Lächeln oder ein herzhaftes, ruhig auch lautes, Lachen. Ich vermisse ein wenig Albernheit, die nicht sofort von sensationsheischenden Mitmenschen per Handy fotografiert und ins Internet gestellt wird, sondern einfach nur zum Mitschmunzeln einlädt.

Ich vermisse Menschen, die sich grüßen, sich anschauen oder sogar einmal einen Spaß zusammen machen.  Das war vor vielen Jahren noch anders. Deshalb vermisse ich es. Denn nur, was es schon einmal gab, kann man vermissen.

Bin ich jetzt deshalb altmodisch? Stehen geblieben in „alten Verhaltensmustern“? Oder bin ich kritisch und gehe mit offenen Augen durch die Welt? Erwarte ich zu viel von meinen Mitmenschen? Kann ich etwas ändern? Wird es immer so unterkühlt im Miteinander bleiben oder unterliegt kollektives Verhalten einem Zeitgeist und ist damit als vorübergehend anzusehen?

Viele Fragen zu meinen Eindrücken und Gedanken und es ist meine Entscheidung zukünftig auch Fremde einfach einmal anzulächeln. Mal schauen, ob ich etwas bewirke, verändere. Vielleicht werde ich dann sogar auch angelächelt? Und hätte sich damit nicht schon sehr viel verändert? Für zwei Menschen jedenfalls, die sich nicht kennen, aber eine Kleinigkeit verschenkt haben: ein Lächeln! Und damit einen Wimpernschlag lang Freude.

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