Haarverlust

Löwenzahnblüte wächst aus Steinfugen, Foto Ute Boysen

Obwohl ich ja nun schon längere Zeit weiß, dass mir die Haare ausfallen werden, ist es doch nicht so ganz einfach die täglich wachsende Anzahl der langen Haare in meiner Bürste zu sehen… Das Haarewaschen zögere ich hinaus und hinaus, denn jedes Mal fehlen wieder mehr und mehr Haare.

Obwohl ich das alles weiß – die Erinnerung an damals, Ende 2004, lebt wieder auf und ein mulmiges Gefühl macht sich breit. Ich hatte gedacht, dass ich dieses Mal gelassener an die „Haargeschichte“ herangehen kann. Bisher ist mir das auch gut gelungen. Meine neue „Erna“ kann ich bald abholen und alles ist geregelt, organisiert, erledigt….. das ist die sachliche Seite. Die emotionale sieht ein wenig anders aus.

Zugegeben, meine Haare sind nicht wallend, wunderschön und beeindruckend. Zuppelig, dünn, getönt und halblang trifft es eher. Und dennoch hänge ich an ihnen – buchstäblich. Es war ein langer Weg, diese Haarlänge überhaupt wieder zu erlangen und jeder weitere Zentimeter brachte mich weiter weg von der damaligen Krankheit. Das Haar zu verlieren bedeutet mir also erheblich mehr als den einfachen Haarverlust.

Und trotzdem. Ich weiß, dass sie jetzt recht schnell ausgehen werden – aber ich weiß auch, dass sie in ein paar Monaten wieder wachsen werden. Dann ist es zwar wieder ein langer Weg zu einer „Länge“, aber es sind dann wieder eigene Haare. Deshalb versuche ich nicht traurig zu werden angesichts der langen dünnen Strähnen, die mich verlassen.

Liebe Grüße an meine Blog-Besucher, Eure Ute

1 Kommentar

  1. Schone Haare sind nicht alles. Es kommt auch nicht auf die äußere Schönheit an sondern die innere. Also schön relex bleiben liebe Ute. Wichtiger ist Deine Gesundheit. Ales wird gut. Dieses und noch viel mehr wünscht Dir von Herzen Marlis, die in Gedanken bei Dir ist.

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