Ich bin so gedankenschwer

Eigentlich, obwohl es dieses Wort ja nicht gibt, also eigentlich sollte ich nach wie vor positiv denken, mich freuen, dass es mir wieder so gut geht und jeden Tag genießen. Eigentlich. Dem ist aber nicht so. Wer wie ich diese Krankheit erfolgreich hinter sich lassen konnte (vielleicht ebenfalls mehrmals), der weiß wovon ich spreche, denn nicht nur der Körper ist wichtig in seiner Funktionalität – die Seele sollte immer gleichermaßen als wichtig wahrgenommen werden. Nun bin ich nicht schwermütig und auch zum großen Glück nicht depressiv – aber es gehen mir zu viele schwere Gedanken durch den Kopf. Und das trägt wiederum nicht dazu bei, dass ich frohen Mutes durch den Alltag springe. Im Gegenteil.

Zum Tanzen mag ich nicht mehr gehen, da ich eigenartigerweise extrem konzentriert die Schrittfolgen auffrischen muß, die mir noch vor einem Jahr so leicht von den Füßen gingen. Den Rehasport mußte ich vorerst zurückstellen aufgrund der Schmerzen im OP-Bereich und in der Achsel. Und ich bin dauermüde. Ob das nun von den Aromatasehemmer-Tabletten kommt oder eher als Frühjahrsmüdigkeit einzustufen ist? Die Diagnose „Osteoporose“ hat mich auch sehr nachdenklich und ja, auch besorgt gemacht. Ein weiteres Gespräch mit dem Onkologen folgt über die angedachte Bisphosphonate Therapie, der ich mit eher gemischten Gefühlen entgegen sehe.

Alles in allem fühle ich mich momentan so gar nicht wohl. Nicht unbeschwert, was verständlich ist, aber leider auch nicht so positiv, wie ich mich gerne fühlen möchte. Hoffentlich kehrt meine Lebensfreude bald wieder zurück.

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