Impfung gegen Gürtelrose

Impfungen im Alter, Internationales Impfbuch, Foto Ute Boysen

Im Frühjahr erstaunte mich eine ganzseitige Impf-Anzeige der „Deutschen Schmerzliga e.V.“, in der eindringlich dazu geraten wurde, eine Gürtelrose-Impfung vornehmen zu lassen. Laut „Ständige Impfkommission (STIKO)“ sollten Sie sich ganz besonders dann, wenn die Altersstufe 60+ erreicht sei oder bei besonderen Voraussetzungen bereits ab dem Alter 50+ zu einer Impfung entschließen.

Mir persönlich war immer bewusst, dass fast jeder Erwachsene im Kindesalter die Kinderkrankheit „Windpocken“ durchstehen mußte. Diese Viren, so las ich später, verbleiben im Körper und könnten jederzeit als „Herpes“ oder auch „Gürtelrose“ wieder aktiv werden. So weit mein laienhafter Wissensstand. Bekam ich also durch intensive Sonnenstrahlung im Spanien-Urlaub oder stressbedingt „Herpes-Bläschen“ am Mund, so war das zwar lästig, aber nicht zu ändern. Von einer Gürtelrose blieb ich zum Glück verschont.

Nun rüttelte mich der zuvor genannte Bericht aber sehr auf und mein Mann und ich entschlossen uns zu einer Beratung beim Hausarzt. Schnell waren wir uns einig, diese Impfung vornehmen zu lassen, denn dem Risiko an einer Gürtelrose zu erkranken wollen wir uns nicht aussetzen. Die nach einer Windpockenerkrankung im Körper verbliebenen Viren werden „Windpocken- oder Varizella-Zoster-Viren“ genannt und können bei einer alters- oder krankheitsbedingten Abwehrschwäche die Nerven schädigen. Woraus die Gürtelrose entsteht.

Der gesamte Verlauf soll äußerst schmerzhaft sein und kann schlimmstenfalls über Jahre hinweg andauern. Wie in der Anzeige mitgeteilt wurde, tritt bei fast jedem 3. an Gürtelrose Erkrankten eine schwere Komplikation auf. Und die ersten Anzeichen einer Gürtelrose sind alles andere als eindeutig, denn Müdigkeit, Fieber und Schmerzen am Körper können vielerlei Ursachen haben.

So erschien es uns äußerst sinnvoll, die Impfung durchführen zu lassen. Mein Mann und ich haben abgesehen von muskelkaterähnlichen leichten Schmerzen im Oberarm keinerlei Nebenwirkungen verspürt nach der 1. Impfung. Die 2. Impfung erfolgt dann 2 – 6 Monate später für den endgültigen Schutz.

 

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