Keine Mastektomie – große Erleichterung

Schönes sehen, Hibiskusblüte wächst durch Mauerelemente, Foto Ute Boysen

Vorweg genommen: ich bin unendlich erleichtert! Bei meinem heutigen Gesprächs- und Vorstellungs-Termin in Bochum im BG Universitätsklinikum Bergmannsheil konnte mir die große Angst vor der Mastektomie genommen werden. Professor Dr. Lehnhardt ist der Meinung, mit einer weiteren erhaltenden Operation meine rechte Brust retten zu können.

Ohne in die medizinische Tiefe zu gehen mit meinen Erläuterungen kann ich sagen, dass eine große Operation auf mich zukommt, die mehrere Stunden in Anspruch nehmen wird. Der Aufbau erfolgt mit eigenem Bauchgewebe und Bauchfett. Auf die seit Anfang des Jahres bestehenden Schmerzen angesprochen erklärte mir Prof. Dr. Lehnhardt, dass diese auf die zahlreichen Bestrahlungen im Jahr 2004 und 2018 zurückzuführen seien. Das Narbengewebe hat sich durch die Bestrahlungen immer stärker verhärtet und verursacht mittlerweile ziehende Schmerzen bis in die Achsel hinein. Da all‘ diese Gewebereste und Narben operativ entfernt werden und eine andere Art des Aufbaus vorgenommen wird, wäre ich anschließend schmerzfrei.

Nach derzeitigen Besuchsrichtlinien des Klinikums dürfen Patienten nur am Wochenende Besuch erhalten, und das auch nur für eine Stunde. Unter der Woche sind Besucher nicht erlaubt. Nach einer größeren Operation, und davon hatte ich ja leider schon einige ertragen müssen, freue ich mich immer auf den Besuch meines Mannes und der Familie. Das wird jetzt in Corona-Zeiten nicht möglich sein. Wie gut, dass wir mittlerweile über die Telegram-Funktionen Videoanrufe tätigen und somit immer mit der Familie verbunden sein können.

Ich bin zwar immer noch sehr aufgeregt, wenn ich mir diese Operation vorstelle, aber insgesamt doch auch erleichtert. Leider muss ich nun genau zwei Monate warten bis zum Operationstermin. Der Krankenhausaufenthalt wird voraussichtlich bei gutem Ablauf rund zehn Tage dauern. Das heißt, wenn alles gut geht, kann ich Heiligabend zu Hause sein.

Zwei Monate Wartezeit auf solch‘ eine umfangreiche Operation empfinde ich als sehr anstrengend, denn die Gedanken kehren immer wieder auf das geplante Ereignis zurück. Doch andererseits denke ich positiv. Wie schön, wenn ich am Ende des Jahres sagen kann: Ute, das hast Du auch wieder geschafft!

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