„Knight Rider“ – unvergessliche TV Serien

Knight Rider Pontiac Firebird in Trans Am Ausführung, Foto OpenClipart-Vectors auf Pixabay

Drehte es sich in der letzten beschriebenen Serie um eher märchenhafte Inszenierungen, so zeigten uns die spektakulären Folgen der Serie „Knight Rider“, was technisch alles möglich sein könnte. Mit den einleitenden Worten „Er kommt – Knight Rider – ein Auto, ein Computer, ein Mann. Knight Rider – ein Mann und sein Auto kämpfen gegen das Unrecht“ begann jede spannende Folge um ein noch nie zuvor gesehenes Fahrzeug namens K.I.T.T.

Als der TV-Sender RTLplus im Jahr 1985 mit der Ausstrahlung begann, verfolgten wir staunend die Abenteuer in der vier Staffeln mit insgesamt 90 Folgen umfassenden Serie eines Autos und seines Fahrers. Unumstrittener Held der Serie war und ist bis heute das Auto „K.I.T.T.“ (Knight Industries Two Thousand).

Beginnen wir mit der Übersetzung des Serien-Namens. „Knight Rider“ leitet sich ab von den englischen Begriffen „knight“ für „Ritter“ und „rider“ für „Fahrer/Reiter“ und bedeutet demnach am ehesten „Fahrender Ritter“, wobei hier unter dem Begriff „Ritter“ alles Gute und Ehrenhafte zusammengefasst wird. Der Polizist Michael Long gerät mit seiner Kollegin im US Bundesstaat Nevada in eine Schießerei, wird von eben dieser Kollegin erschossen und im Folgenden für tot gehalten. Doch Long überlebt und wird von Wilton Knight, einem Milliardär mit technischen Zukunftsvisionen gefunden. Mit einem neuen Gesicht, veränderten Fingerabdrücken und später mit seinem neuen, geerbten Nachnamen kann Long unter neuer Identität weiterleben.

Doch zuvor erklärt Wilton Knight, worum es ihm geht, welche Ziele er hat und warum er Long rettete. Der Milliardär hat Lebenszeit und Geld investiert, um sein Ziel zu erreichen mit Hilfe eines hochentwickelten technischen, computergesteuerten Fahrzeugs die Verbrechensbekämpfung aufzunehmen. Den perfekten Fahrer und Partner dieses Autos hat er mit dem ehemaligen Polizisten gefunden. Michael Knight, wie er nun heißt, sieht erstmals den schwarzen Wagen, einen Pontiac Firebird in Trans Am-Ausführung, und ist begeistert. Die beiden bilden das neue Team in der streng geheimen „Foundation für Recht und Verfassung“ und werden fortan immer dann zu Einsätzen gerufen, wenn die Polizeiarbeit an ihre Grenzen stößt.

Eingeführt in die hoch technische Welt des Fahrzeugs wird Michael Knight durch Devon Miles, Freund des verstorbenen Milliardärs und Leiter der Foundation für Recht und Verfassung. So lernt er theoretisch und praktisch das unglaubliche „Können“ seines Fahrzeugs K.I.T.T. kennen. Komplett gesteuert durch Mikroprozessoren und mit Fähigkeiten ausgestattet, die nicht nur Knight faszinieren, gelingt es diesem Zweierteam zukünftig stets das Böse zu besiegen. Verbinden kann sich Knight mit seinem Fahrzeug auch über seine Armbanduhr, indem er in das Mikrofon innerhalb der Uhr die Worte „K.I.T.T. ich brauche dich“ spricht.

Gehen wir noch ein wenig auf diese Fähigkeiten eines Autos ein. Auffällig ist zunächst einmal das Äußere, denn in der Frontpartie des Fahrzeugs ist ein aus mehreren beweglichen Lichtern bestehender rot blinkender Scanner eingebaut, geschützt durch ein Metallgitter (Metallgrill gen., aus dem Engl.). Dieser einzigartige Scanner ermöglicht es beispielsweise, um die Ecke zu sehen. K.I.T.T. ist allerdings nicht nur ein Fahrzeug mit technischen futuristischen Spielereien, K.I.T.T. ist ausgestattet mit künstlicher Intelligenz (KI, deutsche Abkürzung). Und das bedeutet: er kann eigenständig denken, sprechen und fahren. Was ihn zu einem echten Partner für Knight macht.

Daneben kommen die hochentwickelten Fähigkeiten wie beispielsweise das Springen über andere Fahrzeuge, ausgelöst durch die Betätigung des legendären Turbo Boost im Cockpit. All die technischen Möglichkeiten des Fahrzeugs hier zu erklären, würde den Platzrahmen sprengen. Allerdings, so erzählt Senior Walter N. (65), sei die Technik heute, Jahrzehnte später, teilweise schon wesentlich weiter als damals. Erwähnenswert ist allerdings auch noch, dass es drei Pontiac Firebirds mit entsprechendem eingebautem Cockpit gab. Innerhalb der Staffeln wurden zahlreiche Fahrzeuge zu Schrott gefahren, dienten lediglich für äußerliche Aufnahmen oder wurden in einzelnen Filmsequenzen in Nahaufnahmen gezeigt.

Bis heute können auf diversen Fahrzeugausstellungen, Stadtfesten oder Filmevents diverse „K.I.T.T.“-Nachbildungen (auch Replika oder Replikat genannt, lt. Wikipedia) besichtigt werden. Unzählige Fans weltweit treffen sich mit ihren nachgebauten Fahrzeugen regelmäßig zu „Knight Rider“-Treffen. Nehmen Sie doch einmal teil, wenn es nach unserer Corona-Zeit hoffentlich wieder möglich sein wird.

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