„Lyon“ für einen Tag

Lyon, eine der zahlreichen Brücken, Foto Ute Boysen

Städtetipp

Auf unserer Auto-Wegstrecke in den Süden Spaniens, haben wir eine Tagespause in Lyon eingelegt und ich muss sagen – es hat sich gelohnt. Trotz Kühle und Regen konnten wir einen Tag in der französischen Großstadt genießen, die sich alte Kirchen und die Basilika erhalten konnte, sowie die im alten Baustil errichteten Häuser, aber offen dem Neuen gegenübersteht.

Lyon Im Inneren der Kathedrale, Foto Ute Boysen

Lyon, eine Stadt voller Brücken – Verbindungsstücke zwischen den Stadtteilen. Leider wurden die meisten dieser Brücken im Krieg zerstört, aber wiederaufgebaut. Die beiden Flüsse Saône und Rhône geben der Stadt ihren besonderen Charme, wenngleich einige Spazierwege direkt an Hauptstraßen entlangführen. Uns begegnet Lyon als junge, geschäftige und eilige Stadt, die wir gemächlicher ohne Zeitnot durchschlendern. In der Mittagszeit erwartet uns eine Essens-Kultur-Szene, die wir so nicht erwartet haben, denn in unserer Jugend lernten wir Frankreichs „Mittagsessen“ völlig anders kennen. Nun gut, die Zeiten ändern sich – aber so dermaßen?

Fastfood ist angesagt. Und zwar in jeglicher Form belegter kalter oder warmer Baguettes. Überall in den Einkaufszentren oder Einkaufsstraßen finden wir kleine Büdchen oder Verkaufsstände mit besagten Baguettes. Und überall, wo sich eine noch so kleine Treppe oder Stufe findet, sitzen die Menschen auf der Erde, diese Baguettes aus einer Tüte herausschiebend und essend. Mit einer Hand natürlich, denn die andere hält ja das Smartphone… Unterhaltungen? Fehlanzeige.

Der Anzugträger neben dem Studenten, die junge Mutter mit Kinderwagen neben den Senioren, die Gepiercten, Tätowierten und Langhaarträger neben den kopfhaarlosen Bartträgern, Kinder, Jugendliche, Erwachsene. Diese Aufzählung soll zeigen, wie bunt, wie einträchtig gemischt und baguettbegeistert sich uns diese Stadtbevölkerung zeigt – und wir staunen.

Lyon das älteste Krankenhaus, jetzt Einkaufszentrum, Foto Ute Boysen

Ein weiterer Streifzug führt uns zum ältesten Krankenhauskomplex der Stadt und wie uns erzählt wird, wurde dieses sehr aufwändig umgebaut und umgestaltet zu einem exklusiven Einkaufszentrum mit hoch angesiedelter Gastronomie. Da alles noch nicht wirklich fertiggestellt ist, schauen wir uns nur kurz um und überlegen, ob für dieses Projekt tatsächlich die richtigen Kunden in der Stadt leben.

Fazit zu Lyon? Eine Großstadt, die man gerne einmal wieder besucht. Zwei Tage wären auch schön.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here