Letzte Chemo überstanden

Fast zwei Wochen war ich mehr oder weniger nicht in der Lage, einen aktuellen Bericht zu schreiben darüber, wie es mir geht, wie ich mich fühle, was so los ist in meinem Leben. Planen ist nur von Tag zu Tag möglich, da doch immer irgendwelche Nebenwirkungen, später auftretende Störungen oder Beeinträchtigungen die Tage nicht planbar machen.

Koblenz, Moselseite, Blick auf Seilbahn, Foto Ute Boysen

Doch ich konnte in der vergangenen Woche tatsächlich für 3 Tage mit Tochter und Enkelkind (6 Monate) nach Koblenz fahren, um einmal auf ganz andere Gedanken zu kommen. Natürlich war es im Nachhinein gesehen, viel zu anstrengend und kräftezehrend. Dennoch habe ich die Tage sehr genießen und gedanklich abschalten können. Das war es wert! Ganz davon abgesehen, dass wir 3 „Mädels“ auch nur Mädelskram machen konnten.

Nun fand also gestern die letzte Chemo statt und ich bin so froh, dass diese anstrengende und mühselige Phase bald abgeschlossen sein wird. Noch 2-3 Wochen und dann geht es mir hoffentlich wieder erheblich besser. Allerdings stehen natürlich noch CT-Untersuchungen an und die voraussichtlichen 25 Bestrahlungen. Doch alles nehme ich gerne in Kauf, dennn die Chemos waren für mich persönlich die schlimmsten Behandlungswochen.

Ein kurzes Statement möchte ich auch noch abgeben zu meiner „Erna II“. Wer meine Berichte hier verfolgt hat, der weiß, dass es sich bei „Erna II“ um meine 2. Perücke der Firma Rieswick handelt. Und ich kann nur eines sagen: sie sitze perfekt, sie sieht superschön aus und ich fühle mich sicher und sogar hübsch mit diesem Blondschopf. Einige Monate wird sie mich noch begleiten, bis meine eigenen Haare wieder zu wachsen beginnen. Doch dann ist der Wechsel sicher richtig „krass“. Denn mein eigenes Haar wird dunkler und lockig nachwachsen und sehr sehr kurz sein… Es dauert bestimmt noch mindestens 1 Jahr, bis ich annähernd eine Frisur hinbekomme wie jetzt meine Erna II. Doch wenn ich eines gelernt habe während meiner ersten Erkrankung im Jahre 2004, der Folgeerkrankung in 2008 und der dritten Erkrankung jetzt 2018 – dann ist es Geduld mit der Heilung zu haben, Geduld für den Körper aufzubringen und geduldig auf das eigene Haar zu warten.

Ich bin jetzt sehr froh und hoffe, dass alles so positiv und schön weiterläuft.
Liebe Grüße an all‘ meine Leser, Eure Ute

2 Kommentare

    • Liebe Marlis, wie immer ganz lieben Dank für Deine Worte.
      Ich bin momentan richtig richtig erleichtert, so weit zu sein.
      LG, Ute

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