Madeira im Februar – Teil 1

Eine Insel zum Entdecken

Madeira, Inselblicke aus fantastischen Höhen, Foto Ute Boysen

Ursprünglich sollte die Februar-Reise in diesem Jahr in eine ganz andere Richtung gehen, nach China, doch das Corona-Virus machte die einjährige Vorbereitung und Durchführung leider zunichte. Oder zum Glück, denn so überlegten wir innerhalb weniger Tage, wohin die Reise denn nun gehen sollte. Und wir entschieden uns für Madeira. Die portugiesische Insel im Atlantik kannten wir noch nicht und so freuten wir uns auf Neues in jeder Hinsicht.

Madeira, Funchal Seitenstraße mit Blick hinunter zur Promenade, Foto Ute Boysen

Was wusste ich bisher von Madeira? Eine Vulkaninsel, auch Blumeninsel genannt, nicht sehr weit von der portugiesischen Küste entfernt, und sonst? Eher nichts. Das Klima empfanden wir vom ersten Moment an als sehr angenehm, denn schon jetzt im Februar herrschten durchweg 18 bis 20 Grad, was allerdings eher unüblich zu sein scheint in dieser Jahreszeit, wie uns Einheimische berichteten. Nichts desto trotz – für uns das ideale Wetter, die Insel per Auto selbst zu erkunden. Nun kann man hier sicher einen Sonnenliegen-Urlaub am Hotelpool verbringen – aber es wäre zu schade, denn die Insel bietet so viel. Nur keinen Strand. Die beiden wirklich kleinen überschaubaren Sandstrände, die wir fanden, sind künstlich aufgeschüttet worden mit Sahara-Sand und passen auch gar nicht zur Insel. Aber was wird nicht alles angelegt für die Touristen…

Madeira, Funchal, Promenade Rasenfläche mit Kreuzfahrtschiffen, Foto Ute Boysen

Unser Ausgangspunkt war Funchal, die Hauptstadt Madeiras und wir hatten das Hotel vom Standort aus gut ausgesucht. Auch hier in der Stadt ist es wie überall hügelig. Die Straßen und Wege führen rauf und runter und es ist eine tägliche Herausforderung, längere Strecken zu Fuß zurückzulegen oder einfach nur spazieren zu gehen. Da lagen wir nicht weit von der Hafenpromenade ideal mit der Hotelanlage. Diese Promenade ist bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen beliebt. Man trifft sich, sitzt in den Cafés oder isst ein Eis. Derweil marschieren viele Kreuzfahrtgäste dort vorbei und man bestaunt die teilweise drei am selben Tag einlaufenden großen „Pötte“. Wir erlebten eine „Aida“, ein „Tui-Schiff“ und ein „Mein-Schiff“ gleichzeitig und welche Menschenmengen da in die Stadt entlassen wurden kann man sich unschwer vorstellen. Doch auch das Einlauf- oder Auslauf-Manöver wird von allen an Land Verbliebenen mit größtem Interesse ausdauernd verfolgt.

Madeira, Camara de Lobos Fischerdorf Bucht, Foto Ute Boysen

Wir begannen direkt am nächsten Tag mit unserer Entdeckungsreise und starteten zuerst Richtung Westen. In Camara de Lobos, einem kleinen Ort mit einem wunderschönen Fischerhafen, bewunderten wir nicht nur die zahlreichen farbigen Fischerboote, die malerisch aufgebaut zum Fotografieren einluden. Über Ribeira Brava (hier wird im Reiseführer vom dramatischen Tal berichtet) ging unsere Fahrt weiter nach Calheta. Die beiden künstlich angelegten Kleinststrände luden jetzt im Februar nicht unbedingt dazu ein, sich ein wenig auszuruhen, denn der Sand war sehr stark verschmutzt. So fuhren wir in aller Ruhe wieder zurück nach Funchal und genossen „unsere“ Promenade.

Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben, dann schauen Sie gerne wieder rein zum zweiten Teil des kleinen Reiseberichtes, ich würde mich freuen.

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