Madeira im Februar – Teil 2

Eine Insel zum Entdecken

Madeira, Porto Moniz, schäumende Wellen in Vulkanbecken, Foto Ute Boysen

Einen absolut empfehlenswerten Ausflugspunkt möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Der nordwestlichste Zipfel der Insel „Porto Moniz“ bietet ein wirklich beeindruckendes Naturschauspiel. Der Atlantische Ozean bricht sich hier in den Vulkanbecken mit immenser Kraft, die Wellen schäumen und bäumen sich auf, brechen über dem Gestein zusammen, laufen durch die verschiedensten wassergebildeten Felsformationen und lassen nicht nur jedes Fotografenherz höher schlagen. Hier zu spazieren, zu verweilen und sich einzulassen auf das immer wiederkehrende Wellen-Schauspiel, das ist schon etwas besonders Schönes.

Madeira, Porto Moniz, faszinierendes Erlebnis am nordwestlichsten Inselpunkt, Foto Ute Boysen

Selbstverständlich können Sie all diese Plätze auch mit einer geführten Gruppe besuchen, die Preise sind absolut in Ordnung – aber die Zeit, die Sie für den einen oder anderen Ort gerne einplanen würden – die bietet Ihnen nur die selbstorganisierte Inseltour mit einem Leihwagen. Wir haben es oft erlebt, wie „lang“ ein Aufenthalt werden kann an einer nicht sehr interessanten Stelle oder wie „kurz“, wenn es beeindruckend schön ist. Die Touristen in den Rundfahrten-Bussen waren nicht immer sehr glücklich darüber.

Madeira, Funchal, Monte Palace Madeira, hügelige Spaziergänge durch die Anlage des Botanischen Gartens, Foto Ute Boysen
Madeira, Funchal, Monte Palace Madeira, hügelige Spaziergänge durch die Anlage des Botanischen Gartens, Foto Ute Boysen

In Funchal selbst befindet sich der weit oben gelegene „Monte Palace Madeira“, einer der 13 schönsten Botanischen Gärten der Welt. Und das müssen wir unbedingt bestätigen. Selbst jetzt im Februar war der Besuch und Spaziergang in der hügeligen Parkanlage ein Erlebnis. Denn es geht nicht nur um wunderbare Bäume, Sträucher oder Pflanzen, nicht um die zahlreichen Orchideen oder kleinen Wasserläufe.

Madeira, Funchal, Monte Palace Madeira, Museum Mineralien, Foto Ute Boysen
Madeira, Funchal, Monte Palace Madeira, Museum Kunst Thema Afrika, Foto Ute Boysen

Hier bestaunen die Besucher zusätzlich Museen, Kachelbilder, Kunstgegenstände, Figuren aus verschiedenen Teilen der Welt, Fenster, Nischen, Bögen…. Das Auge erfasst immer wieder Neues, Anderes, Altes, Historisches zwischen dem schier endlosen Grün. Vielleicht klingt meine Begeisterung durch die Zeilen! Der Eintrittspreis von 12,50 Euro pro Person ist mehr als gerechtfertigt und Sie können sich hier einen ganzen Tag aufhalten und haben sicher immer noch nicht alles gesehen.

Madeira, Funchal, Monte Palace Madeira, Foto Ute Boysen
Madeira, östlichster Inselzipfel Ponta de Sao Lourenco

Den östlichen Teil der Insel erreichten wir über Santa Cruz, weiter nach Machico bis zum Ende der befahrbaren Strecke. Der östlichste Inselzipfel ist dann nur noch als Wanderweg erkundbar, doch die Aussicht ist wie überall auf der Insel hoch oben auf den Felsen stehend – unschlagbar! An meinem Geburtstag verbrachten wir drei Stunden auf einem Katamaran, fuhren dicht an einer Gruppe kleiner Delfine vorbei und bestaunten die Küste der Vulkaninsel vom Meer aus. Am letzten Reisetag besichtigten wir noch die höchste Aussichtsplattform mit Glasboden… Nicht Jedermanns Sache, denn schwindelfrei sollte man hier schon sein. Zum Glück waren nicht allzu viele Touristen anwesend, so dass wir in recht ruhiger Atmosphäre den Ausblick genießen konnten. Wie es allerdings in der blumenprachtreichen Jahreszeit hier aussehen mag, das wollen wir uns lieber nicht vorstellen. Dies gilt aber für die ganze Insel. Zu guter Letzt noch der Hinweis darauf, dass für Madeira zahlreiche geführte Wandertouren angeboten werden. Aufgrund der Höhe und auch meiner ganz persönlichen „Unsportlichkeit in Sachen Kondition“ haben wir daran nicht teilgenommen.

Fazit zu Madeira: Eine wunderschöne Insel, ein herrliches Klima – aber anstrengend. Damit meine ich, dass es für Menschen mit Bewegungseinschränkung fast unmöglich ist, die Schönheit der Insel zu erleben, oder aber mit erheblichem umfangreichem Organisationsaufwand und Begleitung. Barrierefreiheit gibt es allenfalls in den Hotelanlagen, die wir uns anschauten. Aufgrund der Kopfsteinpflasterungen oder sehr holperigen Wegführungen in der Stadt, aber auch im gesamten Inselbereich, ist auch ein Rollator schon kaum möglich zu bewegen. Wir sahen auch keine Personen im Rollstuhl und leider auch so gut wie keine Kinderwagen, denn Familien mit kleinen Kindern können hier unseres Erachtens sehr wenig unternehmen. Es sei denn, die Hotel-Poolanlage reicht aus.

Interessieren Sie sich für Hotel-Tipps mit Fotostrecke, dann schauen Sie gerne in Teil 3 meiner Madeira-Reihe, ich würde mich freuen.

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here