Medizinische Fußpflege oder Pediküre?

Gepflegte Füße auch im Alter

Medizinische Fußpflege, Füße in Sandalen, Foto Ute Boysen

Nun sehen wir sie wieder, die Sandalen, Zehenteiler oder Sandaletten an nackten Füßen. Manchmal schauen wir auf gepflegte Füße, mit lackierten Nägeln, hornhautfrei und ohne Fußpilz. Manchmal. Leider schauen wir viel öfter auf ungepflegte Füße und machen uns so unsere Gedanken dazu. Vielleicht wären dann die so verpönten Socken in den Sandalen ästhetischer für die Augen.

Doch setzen wir einmal voraus, dass gar nicht Gedankenlosigkeit oder nicht vorhandenes Interesse an den eigenen Füßen die Gründe sind. Möglicherweise liegt eine Krankheit zugrunde, körperliche Eingeschränktheit im Bewegungsablauf oder sogar die Unmöglichkeit, an die eigenen Füße heranzukommen. Das würde es den Betroffenen sogar höchst unangenehm und peinlich werden lassen.

Abhilfe schaffen können hier Fachleute, und zwar die medizinischen Fußpfleger/innen (Podologe/innen) oder die ausgebildeten kosmetischen Fußpfleger/innen für die Pediküre. Die Unterschiede sind groß, denn handelt es sich um ernsthaftere Probleme an den Füßen, wie beispielsweise Hühneraugen, Warzen oder eingewachsene Fußnägel, so ist der Podologe die richtige Ansprechperson.

Die Podologie gehört zu den Medizinalberufen und sieht sich als Unterstützung zu den Fachärzten, welche die Fußkrankheiten behandeln (Orthopäden, Hautärzte oder Diabetologen). Die Bezeichnung „Podologe“ oder „Medizinischer Fußpfleger“ ist geschützt, das heißt, nur nach entsprechender Ausbildung und abgeschlossener staatlicher Prüfung darf sie verwendet werden. Bei so ernsthaften Fußbehandlungen wie beispielsweise dem Ersetzen eines fehlenden Fußnagels durch einen künstlichen (Nagelprothetik genannt) oder das Entfernen eines kranken, beschädigten Nagels ist es unerlässlich einen Arzt oder Podologen aufzusuchen.

Achten Sie bei einem Besuch in den Behandlungsräumen auf eine Prüfungsurkunde, die eine seriöse Fachkraft aushängen hat und auf hygienisch einwandfreies Umfeld sowie Behandlungswerkzeug. Nur so können Sie sicher sein, dass Ihre Füße in guten Händen sind!

Wollen Sie hingegen eine leichte Fußmassage, das Entfernen von Hornhaut oder schön lackierte Nägel, dann suchen Sie sich einen Pediküre-Anbieter. Diese Behandlung der Füße wird von Frauen jeden Alters als besonders angenehm empfunden. Gerade Seniorinnen, die sich nicht mehr so geschmeidig bewegen können wie jüngere Frauen, genießen die wohltuende Pediküre und freuen sich darüber, weiterhin gepflegte Füße in offenen Schuhen tragen zu können.

Die Fußpflege sollte jedoch auch für Männer selbstverständlich sein! Nicht nur aus hygienischen Gründen, sondern auch aus gesundheitlicher Sicht. Sieben Tage die Woche rund 12 Stunden täglich in Turnschuhen eingezwängte Männerfüße (egal welchen Alters) freuen sich bestimmt über eine halbe Stunde fachgerechte Pediküre! Und Senioren werden bei einem ersten Pediküre-Besuch darüber staunen, wie angenehm das Laufen nach dieser kurzen wohltuenden Behandlung sein kann.

Ihre Füße werden es Ihnen danken! Und sollten Sie einen Hausbesuch wünschen, so finden Sie im Telefonbuch oder in den Kleinanzeigen der Tages- und Wochenzeitungen Angaben zu mobilen Fußpfleger/innen.

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