Notruf 112 – Mobilfunk, kostenfrei, europaweit

Schnelle Hilfe auch im Urlaub

Notruf, international bekanntes Symbol, Foto Claudia Hautumm_pixelio.de

Wie viele Senioren und Seniorinnen heute Mobiltelefone benutzen, ist nicht mehr die Frage. Vielmehr geht es darum, wie viele Smartphone-Nutzer älter als 65 Jahre sind. Doch ganz egal, welches Gerät Sie vorzugsweise verwenden – die Möglichkeiten jedes einzelnen Gerätes werden so gut wie nie ausgeschöpft. Ist es für den einen Anwender ausschließlich ein mobiles Telefon, so kann schon der nächste Nutzer nicht mehr ohne den Anschluss an das Internet auskommen.
Die ständige Erreichbarkeit oder „Verbundenheit mit der Außenwelt“ ist wichtig und ein nicht zu unterschätzender Service, den gerade auch Senioren kennen sollten.

Die Notruf Nummer 112 – kostenfrei von jedem Festnetzanschluss anrufbar, ist ebenfalls kostenfrei aus den Mobilfunknetzen zu nutzen – und das europaweit. Nehmen Sie diese beruhigende Information mit in den nächsten Urlaub, denn sicher hat sich der Eine oder Andere unter Ihnen schon oft gefragt, wie oder wen er denn im Falle eines Unfalls zum Beispiel in Spanien anrufen müsse…

Ganz einfach: Sie wählen mit Ihrem Mobiltelefon ohne Vorwahlnummer nur die Nummer 112 und werden in den Ländern der Europäischen Union sowie in einigen anderen Ländern Europas direkt verbunden mit der nächstgelegenen Leitstelle. Von dort werden die benötigten Rettungskräfte zur von Ihnen angegebenen Stelle geschickt. Für diesen Anruf müssen Sie nicht einmal Ihre Pin-Nummer eingeben oder beim Prepaid-Verfahren ein Guthaben vorweisen. Die 112 ist sofort und direkt und kostenfrei erreichbar.

Selbst wenn Ihr eigenes Netz nicht erreichbar sein sollte, kein Problem, das Mobiltelefon wählt sich automatisch in ein vorhandenes Netz ein – auch dies erfolgt kostenfrei.

Damit schnelle Hilfe punktgenau angefordert werden kann sollten Sie die 5 „W-Fragen“ kennen! Bei einem Unfall oder in einer anderen Paniksituation fällt es schwer, den Helfern alle extrem wichtigen Angaben zu machen. Bleiben Sie ruhig und denken Sie an die 5 „W“ – Fragen:

Wo ist der Unglücksort?
Wann ist es passiert?
Was ist genau passiert?
Wie viele Verunglückte/Verletzte/Erkrankte?
Welche Verletzungen/Erkrankungen?

Und bitte warten Sie anschließend auf die Fragen Ihres Gesprächspartners, bevor Sie auflegen!

Smartphone-Inhaber können sich so genannte Notfall-Apps aus dem Internet herunterladen, um damit in Notfällen teilweise spezifizierte Hilfe anzufordern (beispielsweise die Gift-Notrufnummer). Diese Apps erkennen sogar häufig Ihren Standort.

Ein Notruf wird nicht nur im Festnetz, sondern auch in den Mobilfunknetzen immer mit Vorrang behandelt. Denken Sie also an die 112 – auch im Urlaub.

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