Nüsse – nahrhaft, lecker und geliebt

…trotz Kalorien und Allergien

Nüsse, Haselnüsse, Foto Ute Boysen

Unwissentlich nennen wir eine Menge Früchte in harter Schale „Nüsse“. Rein botanisch betrachtet ist das falsch. Zu den tatsächlichen Nüssen  zählt lediglich die gute alte Haselnuss. Doch halten wir uns nicht mit der Botanik auf, sondern schauen uns die nahrhafte, leckere, aber auch die gesundheitsgefährdende Seite unserer „Nüsse“ einmal genauer an. Gerade jetzt in den kommenden Wochen werden große Mengen verkauft, vernascht und weggeknabbert. Zeit also, um auch auf Kalorien und Allergien zu achten.

Damit sind wir mitten im Thema: Nüsse besitzen einen unterschiedlich hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren (das sind die guten Fette), die sich positiv auf die Cholesterin-Werte auswirken. Leider stecken aber auch die eher schlechten Fette in den kleinen Früchten und bei übermäßigem Verzehr schlagen diese auf die Figur!

Nüsse, Walnüsse mit Nussknacker, Foto Ute Boysen

Das ist bei allen Nüssen so. Was sie jedoch maßgeblich unterscheidet sind die von Sorte zu Sorte unterschiedlich enthaltenen Nährstoffe. Und damit können Sie sich sogar wirklich Gutes für Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden tun. Auszüge aus dem reichhaltigen Angebot der Inhaltsstoffe von Hasel-, Wal- und Erdnuss lesen Sie hier:

Haselnuss:  

  • großer Gehalt an ungesättigten Fettsäuren
  • Vitamin E = Stärkung des Immunsystems, entzündungshemmend, Zellerneuerung, reguliert Hormonhaushalt,
  • einige B-Vitamine = Nervensystem, Eiweißverdauung oder das Vitamin Niacin für guten Schlaf
  • Magnesium, Phosphor, Kalium, Eisen, Calcium,
  • Ballaststoffe (also unverdauliche, aber langsättigende Kohlenhydrate)
  • Empfohlene tägliche Verzehrmenge: 25 g

Erdnuss:

  • hoher Eiweißgehalt = Proteine (erfüllen umfangreiche Aufgaben im Körper und gehören zum Grundaufbau der Zellen,
  • wichtige Aminosäuren, B-Vitamine wie bei der Haselnuss, Kupfer, Selen,
  • Mineralien wie Zink (ein lebensnotwendiger Mineralstoff, den wir jedoch nur in kleinsten Mengen benötigen, auch Spurenelement genannt),
  • für den Hormonhaushalt und überaus wichtig für das Immunsystem
  • Kupfer (für die Abwehrzellen und die roten Blutkörperchen zuständig)
  • Keine empfohlene tägliche Verzehrmenge, aber Vorsicht, hoher Fettgehalt

Walnuss:

  • größerer Anteil an essentiellen Fettsäuren (= wesentliche Fettsäuren und damit lebensnotwendige Substanzen, die der menschliche Körper nicht selbstständig herstellen kann) gehören zu den guten Fetten
  • höchster Gehalt an Linolensäure unter den Nussarten (wichtig für das Herz)
  • hoher Zinkanteil, sehr vitaminreich (hoher Anteil Vitamin E)
  • außerordentlich hoher Inhaltsanteil am Hormon Melatonin (unter anderem wirkt es auf die Stimmungslage),
  • kann in Verbindung mit anderen Inhaltsstoffen vor Krebs und Altersdemenz schützen)
  • Empfohlene tägliche Verzehrmenge: 4-5 Stück
Nüsse, Erdnüsse, lose mit kleiner Schaufel, Foto Ute Boysen

Bei all den positiven Auswirkungen auf unseren Körper bei maßvollem Verzehr, sollten Nüsse regelmäßig in den täglichen Speiseplan integriert werden. Aufpassen müssen jedoch Menschen, die allergisch reagieren, denn gerade die drei zuvor beschriebenen Nussarten weisen ein hohes Allergiepotenzial auf! Informieren Sie sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker über Anzeichen und Verhaltensweisen.

Besondere Vorsicht geboten ist bei alten, ranzigen oder verschimmelten Nüssen. Die entstandenen Schimmelpilzgifte lassen sich auch nicht durch Kochen, Backen oder Braten abtöten, sie sind extrem gefährlich und gelten als giftig und krebserregend. Solche Nüsse sollten auf jeden Fall vernichtet werden! Ihrer Gesundheit zuliebe.

Und ansonsten genießen Sie einfach die kleinen „Schalenobst“-Teile, denn so lautet der Oberbegriff für Nüsse.

(Erstveröffentlichung 12/2011)

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