Orange – Apfelsine – Citrus sinensis

Orangen, Apfelsinen, ganze und aufgeschnittene Früchte, Foto Cornerstone_pixelio.de

Große Dinge veränderten die Welt. Das Auto, die Glühbirne, das Penicillin, die Raumfahrt oder der Computer. Doch auch kleine, unscheinbare, altbekannte, seinerzeitige „Neuheiten“ haben vor teilweise hunderten von Jahren unser menschliches Alltagsleben revolutioniert. So zum Beispiel die Orange.

Sie kam nicht etwa von Spanien aus in unser Land, sondern wurde auf einigen Umwegen aus dem fernen Asien letztendlich zu uns gebracht. Als Neuheit, als Besonderheit, als Exot. Wie so viele Früchte oder Gemüsesorten bis heute. Und sie schmeckte auch anders, denn zu allererst erreichte Europa eine sogenannte Bitterorange. Hunderte Jahre später wurde auch die süße Orange in Europa bekannt und angebaut. Heute gehört diese Frucht der Gattung Zitruspflanzen zu den meist angebauten und verzehrten Früchten weltweit.

Was machte sie denn nun so beliebt oder bekannt? Der Überlieferung nach soll schon recht früh die hervorragende gesundheitsfördernde oder gesundheitserhaltende Wirkung bekannt gewesen sein. So soll beispielsweise im 15. Jahrhundert der portugiesische Seefahrer Vasco de Gama (Entdecker des südlichen Seeweges nach Indien) die süßen Orangen in Mombasa (Hafenstadt in Kenia, Ostafrika) beschrieben haben. Nachdem er von seiner Mannschaft mehr als 100 Seeleute durch die Vitaminmangelkrankheit Skorbut verloren hatte (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Skorbut), begann die Wissenschaft nach Heilmitteln zu suchen. Die vorbeugende Wirkung blieb allerdings noch sehr lange unbekannt. Eine interessante Geschichte liefert die Web-Seite https://www.planet-wissen.de/geschichte/persoenlichkeiten/james_cook_entdecker_aus_leidenschaft/pwieskorbut100.html, in der über Kapitän James Cook und seine Mannschaft berichtet wird.

Erstaunlicherweise soll diese Mangelerkrankung bis heute und weltweit vorkommen, tritt aber laut „wikipedia“ in den Industrieländern mit ausreichender Obst- und Gemüseversorgung nur noch selten auf.

Und doch wird aus Orangenblüten, Orangenöl oder Orangenextrakten eine Vielzahl von Produkten hergestellt. Als Inhaltsstoff in Parfum, als Gewürz gemahlene Schalen, als Raumduftstoff – die Einsatzformen sind so zahlreich, dass sie nicht aufgezählt werden können. Allem gemeinsam aber ist die Beliebtheit des Duftes und des Geschmackes. Und das weltweit und bei nahezu allen Völkern.

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