Pak Choi

„Probieren Sie einmal …“

Serie Probieren, Pak Choi vor der Weiterverarbeitung, Foto Ute Boysen

Auf meinem Weg durch die Abteilungen und Gänge der Lebensmittelanbieter fand ich eine Packung mir unbekanntes „Grünes“, auch dieses Mal in der Gemüseabteilung. Der Aufkleber auf der Cellophan-Umhüllung klärte mich auf, dass es sich um 300 Gramm „Pak Choi“ handele. Ok, dachte ich mir, mit dieser Information kann ich jetzt zwar nicht viel anfangen, aber für meine neue Serie ist dieser Fund genau das Richtige. Denn wissen Sie, liebe Leserinnen und Leser, auf Anhieb, worum es sich handelt? Also kaufte ich die Packung und machte mich schlau.

Schaut man sich den Pak Choi einmal näher an, dann erinnert er an Salat oder Kohl. Und es stellt sich die Frage, ob wir bei all den bereits bekannten Salat- und Kohlsorten nun auch noch asiatisch klingendes Grün in unserem Alltag brauchen. Es muss also irgendetwas Besonderes am oder im Pak Choi enthalten sein, das Händler veranlasst, dieses Gemüse in ihr Angebot aufzunehmen.

Und wie sieht es mit dem Bekanntheitsgrad aus? Elisabeth K. (55) beantwortet die Frage, ob sie schon einmal von Pak Choi gehört habe, ganz klar mit einem „Nein“. Und auch wenn sie fremd aussehende Obst- oder Gemüsesorten in den Geschäften vorfinde, kaufen würde sie diese nicht, da ihr die Zubereitung unbekannt sei. Diese und ähnliche Antworten erhielt ich einige Male, so dass die Vorstellung des Pak Choi an dieser Stelle sicher den einen oder anderen unter Ihnen neugierig machen wird.

Serie Probieren, Pak Choi, erste Schritte zur Zubereitung, Foto Ute Boysen

Zunächst einmal handelt es sich tatsächlich um eine asiatische Kohlart, die mit Stielen und Blättern roh oder gekocht verzehrt werden kann. Also ist es möglich, einen Salat oder eine Beilage zuzubereiten. Soweit – so gut. Das allein animiert jedoch nicht zum Kauf eines Exoten. Es sind wohl eher die sehr gesunden Inhaltsstoffe dieses auch als chinesischer Senfkohl oder Blätterkohl genannten Gemüses, die uns zugreifen lassen sollten. Neben der Stoffgruppe Vitamin A, die maßgeblich für verschiedene Körperfunktionen zuständig ist und dem Vitamin C, auch bekannt als Ascorbinsäure und nicht nur ein starker Helfer für unser Immunsystem, finden sich das Elektrolyt Kalium (Zellarbeit, Muskeln und Nerven) und der Mineralstoff Calcium (Knochen, Zähne,  Herzrhythmus) sowie weitere Vitamine und Pflanzenstoffe im Pak Choi.  Die Mengen dieser für den menschlichen Körper so wichtigen Inhaltsstoffe sind recht ansehnlich. Zudem ist diese äußerst kalorienarme Kohlart mit sehr geringem Fettanteil eine ideale Unterstützung zur Gewichtsreduzierung.

Serie Probieren, Pak Choi fertig zerkleinert für die Zubereitung, Foto Ute Boysen

Und wie wird nun der Pak Choi zubereitet? Im Internet findet sich hierzu viele Rezepte. Unter  http://www.chefkoch.de/rezepte/541581151492029/Pak-Choi-Gemuese.html fand ich ein einfaches Rezept (Zubereitungszeit 25 Minuten). Bei diesem Tipp habe ich darauf geachtet, dass die zu verwendenden Zutaten fast immer vorrätig sind, da mich persönlich die Auflistung vielerlei neu zu kaufender Gewürze und Zutaten häufiger eher abschreckt als animiert, ein Gericht auszuprobieren. Kochbuchliebhaber sind gut beraten mit Büchern der asiatischen Küche.

 

Um es noch einfacher zu machen und dem Pak Choi eigenen Geschmack nachzuspüren, gehen Sie wie folgt vor: Zuerst einmal den Strunk des Kohls abschneiden. Die knackigen, länglich geformten dunkel- und hellgrünen Blätter und dicken weißen Blattstiele voneinander trennen und in kleine Streifen oder Stücke schneiden (je nachdem, ob Sie einen Salat oder eine Beilage zubereiten möchten).

Da die Blattstiele einige wenige Minuten länger kochen müssen als die zarten Blätter, geben Sie die so kleingeschnittenen Stiele zuerst in das kochende Wasser und fügen nach etwa drei Minuten die zerkleinerten Blätter hinzu. Die Gesamtkochzeit liegt bei fünf Minuten, was geradezu ideal ist für Freunde der schnellen Küche. Wie bei vielen bekannten Kohlarten auch, verringert sich durch diese Zubereitung die Menge erheblich. Ohne eine Zugabe von Gewürzen empfand ich den Geschmack des Pak Choi als sehr dezent und nur leicht nach Kohl schmeckend. Gefällt Ihnen bereits nach dieser schnellen Zubereitung das Grundaroma des asiatischen Kohls, dann steht dem Ausprobieren unterschiedlichster Rezepte nichts mehr im Wege.

Der Pak Choi ist ganzjährig erhältlich, entweder importiert aus asiatischen Ländern oder als Freiland- und Treibhausware, überwiegend aus den Niederlanden. Obst- und Gemüseabteilungen, spezielle Asia-Läden und auch vereinzelt schon Wochenmärkte bieten den Kohl an. Selbst ein Anbau im heimischen Garten soll möglich sein, allerdings ist der Pak Choi nicht winterfest.

Alles in allem – lecker, leicht, gut bekömmlich und eine Abwechslung auf dem Teller. Probieren Sie einmal – ich wünsche guten Appetit!

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