„Raumschiff Enterprise / Star Trek“ – Unvergessliche TV Serien

Weltraum, Planet, Raumschiff, Foto Reimund Bertrams auf pixabay

… und dann entführte uns das deutsche Fernsehen in unglaubliche Welten, die erst in ferner Zukunft von unseren irdischen Raumschiffen entdeckt werden sollen. Zuerst einmal erfuhren wir Zuschauer im Jahr 1966 von der „Raumpatrouille – die fantastischen Abenteuer des Raumschiffes Orion“, was alles in der Zukunft möglich sein könnte. In dieser nur sieben Episoden umfassenden in Deutschland produzierten Serie mit Dietmar Schönherr und Eva Pflug in den Hauptrollen, konnten wir uns schon einmal gedanklich einstellen auf das, was im gleichen Jahr in den USA produziert und ausgestrahlt wurde.

Die Sience Fiction Serie „Star Trek“ (übersetzt „Zug zu den Sternen“), bei uns später „Raumschiff Enterprise“ genannt, mit ihren visionären Staffeln begleitet uns bis in die heutige Zeit, wenngleich die Anfänge in den USA eher schleppend verliefen. Ausgestrahlt wurde diese Serie in den USA von 1966 bis 1969 und in Deutschland von 1972-1974 durch das ZDF, sowie von 1987-1988 durch den Sender Sat 1. Kinofilme, Zeichentrickfilme, weiterführende Episoden, all‘ das kam später Zug um Zug hinzu, denn diese Serie sprengte an Beliebtheit alles bisher Dagewesene.

Es sind die Geschichten eines US-amerikanischen Raumschiffes, welches im Jahr 2200 im Weltall mit Entdeckungs- und Forschungsauftrag unterwegs ist. Neue Galaxien, aber auch mögliche Feinde sollen aufgespürt werden. Die mehrere Hundert menschliche Mitglieder umfassende internationale Mannschaft wird geleitet und kommandiert durch Captain James T. Kirk. Immer an seiner Seite vom Beginn der Serie an sind Mr. Spock, der Halbvulkanier, Erster Offizier, sowie der Mediziner Dr. McCoy. Etwas befremdlich erschien Mr. Spock mit seinen legendären spitzen Ohren nur zu Beginn der Serie. Erstaunt hingegen verfolgten wir die stets emotionslose, strikte Logik des Vulkaniers. Dr. McCoy erscheint als Gegenpol und bildet mit seinem menschenfreundlichen, herzlichen Auftreten den Dritten im Bunde. Chefingenieur Montgomery Scott und der weibliche Offizier Lt. Uhura ergänzen das Team. Gemeinsam mit den Offizieren und der Mannschaft müssen nun zahlreiche gefährliche Abenteuer überstanden werden.

Im 23. Jahrhundert sind die Menschen Allianzen eingegangen mit anderen, außerirdischen Lebewesen, die in der Serie mitunter abschreckende oder humorvolle Darstellung erfahren. Der Fantasie waren und sind hier keine Grenzen gesetzt.  Die Folgen beginnen mit den gleichen allgemein erklärenden einleitenden Worten und den persönlichen Computer-Logbuch-Eintragungen von Captain Kirk mit dem Hinweis auf die aktuelle Position im Weltall, sowie den anstehenden Auftrag. Ob es sich darum handelt, auf einem gefrorenen Planeten Halt zu machen und Wissenschaftler dort abzuholen oder darum, einen Kollisionskurs mit unbekannten Flugobjekten abzuwenden – immer schwebt das Raumschiff Enterprise langsam durch das sternendurchzogene dunkle Weltall ins Bild. NCC 1701 lautet die Registriernummer zu Beginn in Staffel 1, und diese Kennzeichnung, sowie die Buchstaben USS für „United Star Ship oder United Space Ship“ sind spiegelverkehrt auf dem Raumschiff erkennbar zu lesen.

Welche Möglichkeiten bieten Raumschiff und technische Errungenschaften in dieser Zeit, um allen Gefahren aus dem Weg gehen zu können sowie gleichzeitig die Aufträge der Vereinten Föderation der Planeten bestmöglich zu erledigen? Hier zählt wohl eindeutig die Funktion des „Beamens“ zu den aus heutiger Sicht erstrebenswertesten Möglichkeiten. Dort auf der Enterprise gehört das Beamen zeitweise zu den überlebensnotwendigen Einsätzen. Eingesetzt wird diese Funktion, um Lebewesen jeder Art oder Gegenstände/Objekte von A nach B zu transportieren. Dies geschieht durch Zerlegung in sämtliche Moleküle auf dem Raumschiff und sofortiges Zusammensetzen an einem anderen Ort, wie beispielsweise einem anderen Raumschiff oder Planeten. Maßgebliche Hilfe bei der Bewältigung vieler Probleme bieten Waffen, wie die Phaser.  (Die Phaser sind eine große Klasse von Energiewaffen, die neben den Disruptoren zu den am weitesten verbreiteten Waffensystemen gehören. Insbesondere in der Sternenflotte der Föderation stellen Phaser die Standardwaffen dar. Sie sind die Nachfolger der Phasenkanonen. Quelle: http://de.memory-alpha.wikia.com/wiki/Phaser)

Doch einige technische Gegenstände, die im Jahr 1966 noch als Science fiction galten, zählen heute, über 50 Jahre später, für uns in abgewandelter Form zum normalen Alltag. Der „tricorder“ etwa, ein für diese Serie typisches Handgerät, welches Daten scannen, analysieren, aufzeichnen und speichern kann.

Abschließend sei erwähnenswert, dass wir nicht wissen, ob und in welcher Form andere Lebensformen existieren. So haben sich die Autoren zur Serie immer an „menschenähnliche“ Gestalten mit teilweise absonderlichsten Abwandlungen und Materialien gehalten. Bemerkenswert ist allerdings auch, dass Kommunikation mit jeglicher außerirdischer Lebensform Vorrang hatte vor irgendeiner kriegerischen Handlung. Die Sternenflotte war stets in friedlicher Mission unterwegs.

Gerne stellen wir uns vor, dass dies für viele andere Missionen gilt.

Die gesamten Staffeln in deutscher Sprache sind als DVDs erhältlich.

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