„Sevilla“ Städtetour im September

Hat uns diese andalusische Stadt schon im Frühsommer begeistert, so konnten wir im September noch einmal hierher reisen und die Sehenswürdigkeiten bestaunen, die wir noch nicht kannten.

Sevilla Kathedrale Teilansicht, Foto Ute Boysen

Bereits besucht hatten wir den „Plaza de Espana“ und den „Alcázar“ von Sevilla. Nun standen zwei weitere großartige Bauwerke zur Erkundung an. Doch leider konnten wir auch hier nicht sofort die Kathedrale besichtigen. Das Wochenende stand an und die Vielzahl der Besucher ließ eine umgehende Besichtigung nicht zu.

So unternahmen wir zunächst eine Bootsfahrt auf dem 650 km langen „Guadalquivir“, natürlich nicht über die volle Länge. Insgesamt eine Stunde führte uns die Fahrt vorbei an sehenswerten Brücken und Stadtteilen Sevillas.

Der Metropol Parasol

Sevilla Metropol Parasol, Teilansicht von unten, Foto Ute Boysen

Die Altstadt Sevillas bietet jedoch nicht nur „Altes, Antikes, Historisches“. Entweder plötzlich oder aber gezielt erreicht man eine Konstruktion, die erst einmal verwundern lässt – den Metropol Parasol. Eine gigantische Hybridkonstruktion. Also in einer aus verschiedensten Materialien bestehenden Bauweise erschuf der Architekt ein Bauwerk, welches in seiner Art das eine oder andere Fragezeichen entstehen lässt. Hier beim „Metropol Parasol“ wurde Holz mit Stahl und Beton zu einem Gebilde verbaut, das nicht wirklich einer festgelegten Form zuzuordnen ist. Dementsprechend schwer fällt die Beschreibung dieses Kunstwerkes des deutschen Architekten Jürgen Mayer, welches innerhalb von sechs Jahren 2011 fertiggestellt wurde.

Sevilla Metropol Hybridkonstruktion, Foto Ute Boysen

Auf dem alten Standort der Markthalle errichtet, zählt der Metropol Parasol mit einer Höhe von 26 Metern heute zu den höchsten Holzbauwerken weltweit. Interessante Details zum Bau erfahren Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Metropol_Parasol.

Sevilla Metropol Parasol, der Weg nach ganz oben, Foto Ute Boysen

Zunächst führt ein Fahrstuhl hinauf, dann heißt es langsam und stetig hinauf schlendern, fotografieren und die Aussicht aus jeder erreichten Höhe genießen. In Bögen führt der vorgegebene Weg hinauf, lässt rundum die Konstruktion bestaunen und den Blick schweifen in die Ferne.

Sevilla Museum of Fine Arts

Sevilla Museum der feinen Künste, eine der Gemälde Ausstellungen, Foto Ute Boysen

Das Museum der schönen Künste, wie die deutsche Übersetzung lautet, hat uns ebenfalls in ihren Bann gezogen. Denn dieses Museum aus dem Jahre 1841 befindet sich in einem ursprünglich als Kloster angelegten Gebäude. Nun war und ist Malerei oder das Betrachten von Gemälden nicht jedermanns Sache, doch sollten Sie hier einmal eine Ausnahme machen.

Sevilla Museum der schönen Künste, Bild von Gonzalo Bilbao

Die Art der Gemälde der andalusischen Künstler, aber auch der Künstler aus Sevilla längst vergangener Zeiten beeindruckt schon sehr. Auch wenn mir persönlich nur der Name des Malers „Velázquez“ bekannt war.

Sevilla Museum der schönen Künste, Gemälde Saal, Foto Ute Boysen

Die Räume, Säle, Hallen dieses Museums, die gesamte Weitläufigkeit, unterbrochen von stillen Patios zählt für mich persönlich zu einem der schönsten Museen, die ich bisher besuchen durfte. Wirklich empfehlenswert! Auch für Kunst-Laien.

Kathedrale von Sevilla Santa Maria de la Sede

Sevilla Kathedrale Weitläufige Säulenhallen, Foto Ute Boysen

Die Kathedrale von Sevilla (Santa Maria de la Sede) zählt zu den größten christlichen Kirchen der Welt. Ganze 118 Jahre dauerte die Bauzeit, bis im Jahr 1519 das heutige Weltkulturerbe der UNESCO fertiggestellt war. Imposante Ausmaße lassen die Besucher nicht nur staunen, man fühlt sich klein angesichts dieser Kathedrale. Die Dimensionen dieses Bauwerkes lassen sich auf Fotos nur darstellen, wenn sich Menschen darin aufhalten und abgelichtet werden.

Sevilla Kathedrale Innenraum, überwältigendes Kunsthandwerk, Foto Ute Boysen

Die prachtvollen und wertvollen Materialien, die hier über die Zeit teilweise verarbeitet wurden, beeindrucken. Die Feinheit der herausgearbeiteten Darstellungen, die Säulen, Decken, die Orgel – man weiß nicht, was zuerst betrachtet werden soll.

Sevilla Kathedrale Innenraum Altar, Foto Ute Boysen

Die gesamte Geschichte der Kathedrale und alles Wissenswerte können Sie unter https://de.wikipedia.org/wiki/Kathedrale_von_Sevilla ausführlich nachlesen. Ich möchte hier nur einen ganz persönlichen Eindruck hinterlassen und eine Empfehlung aussprechen, dieses Bauwerk zu besuchen.

Der Giralda

Sevilla, Giralda Turm, Foto Ute Boysen

„Giralda“ lautet der Name des ehemaligen Minaretts, direkt neben der damaligen Moschee und heutigen Kathedrale gelegen. Die Moschee wurde allerdings niedergerissen. An gleicher Stelle entstand die heutige Kathedrale. Stolze 104 Meter hoch stellt sich dieser Giralda Turm dar, ganze 36 Stockwerke führen durch enge Gänge auf glatter Fläche höher und höher. Doch auch wenn es sich nicht um Treppen handelt – der Weg hinauf ließ junge wie ältere Besucher häufig pausieren…

Sevilla, Blick über die Stadt vom Giralda Turm aus, Foto Ute Boysen

Mit beeindruckenden großen Glocken dient der Giralda heute als Glockenturm der nebenan gelegenen Kathedrale und bietet unvergleichliche Ausblicke auf die Stadt Sevilla und das Umland.

 

Fazit der drei Tage in Sevilla: Wieder einmal voller Eindrücke, Begeisterung für die Stadt und die Freude darauf, wieder zu kommen!

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