Tag des Bikinis

Feiertage zum Schmunzeln oder Nachdenken

Tag des Bikinis, Foto Marcel Ringhoff_pixelio.de

Wir haben zwar heute schon den 06. Juli, doch das Wetter derzeit und in den kommenden Wochen könnte jeden Tag zum „Tag des Bikinis“ machen. Der tatsächliche Gedenktag an dieses Kleidungsstück ist der 05. Juli jeden Jahres, wenngleich nicht feststeht, wer genau dieses Datum festlegte.

Man sollte es allerdings kaum glauben, dass es dieses Bade-Kleidungsstück wirklich schon seit rund 1700 Jahren gibt, wenngleich in abgewandelter Form. Darf man „Wikipedia“ glauben, dann trugen schon Römerinnen beim Sport einen Zweiteiler in Bikiniform.  Antike Wandmalereien in Sizilien sollen dies belegen. Weiter können wir unter www.wikipedia.org/wiki/Bikini nachlesen, dass der Deutsche Valentin Lehr um 1900 herum einen Zweiteiler kreierte und im Jahr 1920 die ersten Badeanzüge hergestellt wurden. Allerdings sollte man sich diese Zeit vor Augen halten, in der es doch noch recht prüde zuging. 10 Jahre später zeigten sich nicht nur die Deutschen schon wieder viel aufgeschlossener und braune Haut wurde als „gesund“ angesehen.

Was aber viel eher Anlass zum Nachdenken gibt, das ist der Ursprung der Bezeichnung „Bikini“. Das Bikini-Atoll, eine von 23 Inseln des Territoriums der Marshallinseln in der Südsee, gab unserer Badebekleidung ihren Namen. Leider ist die Geschichte dazu sehr negativ belastet. Im Jahr 1946 wurde eine Reihe von Atombombentests durch die USA über dem Bikini-Atoll eingeleitet. Diese Testserie von Atomwaffen bewirkte, dass bis heute die Hauptinsel des Atolls so sehr verstrahlt ist, dass eine Rückkehr der Bewohner nicht möglich ist. (www.scinexx.de/news/technik/bikini-atoll-insel-bleibt-verstrahlt-und-verwaist/)

Wie kann es aber sein, dass einem Kleidungsstück solch eine Namensgebung zugrunde liegt? Das ist schnell erklärt, denn damals war der Bikini ein exotisches Badegewand. So exotisch wie das Bikini-Atoll. Und lt. Wikipedia galt zu dieser Zeit auch die Atomwaffengeschichte als „aufregend und fortschrittlich“. So sollten sich die Kundinnen dieser Zeit mit einem exotischen, aufregenden und fortschrittlichen Bade-Kleidungsstück fühlen.

Viele Länder verboten allerdings den Bikini und verhafteten sogar die Trägerinnen an den Stränden. Es sollte viele Jahre nach der ersten Modevorstellung im Jahr 1946 in Paris dauern, bis sich der Bade-Zweiteiler letztendlich als nicht anstößig durchsetzte.

Vielleicht erinnert sich der Eine oder Andere unter Ihnen liebe Leserinnen und Leser sogar noch an den Schlager „Itsy Bitsy Teenie Weenie Yellow Polka Dot Bikini“ aus dem Jahr 1960. Im Jahr 1962 erhielt der Bikini ein ganz neues Image, denn Ursula Andress trug im James-Bond-Film „007 jagt Dr. No“ einen verführerischen Bikini.

Und heute? Der Bikini ist nicht wegzudenken von den Stränden der Welt, den Swimming-Pools, Badeanstalten oder Erlebnisbädern. Farben, Muster, Formen und Größe sind in unüberschaubarer Fülle zu erwerben und wer es sich leisten kann (von der Figur her), der trägt ihn, den Bikini. Manchmal wäre allerdings ein Badeanzug hübscher anzusehen, weshalb ich mich persönlich gerade in einer Umbruchphase befinde und überlege 🙂

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here