Tag des Brandschutzes für Kulturgüter in Japan

Japan, Tag des Brandschutzes, Foto Rainer Sturm_pixelio.de

Es gibt weltweit wirklich die unterschiedlichsten, humorvollen, erstaunlichen oder kulturellen Gedenk- und Jahrestage, die anderen Teilen der Welt völlig unbekannt sind. Was sie umso interessanter macht.

Heute ist der 26. Januar und im fernen Japan wird der „Tag des Brandschutzes für Kulturgüter“ begangen. Es ist kein Feier- sondern ein Gedenktag und dieser entstand im Jahr 1955 aufgrund eines vernichtenden Feuers sechs Jahre zuvor. Die weltbekannten japanischen Holzhäuser oder Holzgebäude sind immer extrem gefährdet, doch am 26. Januar 1949 wurden im ältesten Holzbau-Tempel in Ikaruga (seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe) unschätzbare Wandgemälde durch einen verheerenden Brand vernichtet.

National und international brach nicht nur durch die Presse ein Sturm der Entrüstung dahingehend los, dass zu leichtfertig und unprofessionell für den Brandschutz von Kulturgütern gesorgt wurde. Der Jahrhunderte alte Tempel „Höryü-ji“ hatte Kostbares unwiederbringlich verloren.

Nachdem im gleichen Jahr weiteres wertvolles Kulturgut an anderen Orten durch fehlenden Brandschutz vernichtet wurde, trat im Jahr 1950 ein „Kulturgutschutzgesetz“ in Kraft. Und weitere fünf Jahre später ernannte eine eigens eingerichtete Verwaltung den 26. Januar fortan als Gedenktag.

Bis heute finden an diesem Tag japanweit Feuerwehr-Übungen, Lösch-Einsätze und Vorstellungen zu Brandschutzmaßnahmen und der Brandbekämpfung statt. (Quelle: Wikipedia)

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