TrostHelden – gemeinsam in und aus der Trauer

TrostHelden Gründer Jennifer und Hendrik Lind, Foto Trost-Helden GmbH

Anfang November war es und ich schaute im TV die Sendung „Brisant“ auf dem ARD Programm. Nur einen Beitrag sah ich, doch dieser hat mich sehr berührt. Vorgestellt wurde dort die Internet-Plattform www.trosthelden.de. Ich nahm Kontakt auf zu den Gründungseheleuten Jennifer und Hendrik Lind, die schon sehr erfolgreich und mit viel Einfühlungsvermögen die Firma mapapu GbR betreiben. „Mapapus sind sehr persönliche Kuscheltiere und Seelentröster, die aus der Kleidung von Verstorbenen für die Angehörigen entstehen“, so die Kurzbeschreibung eines Pressetextes. Siehe auch folgende Veröffentlichung: (https://www.evangelisch.de/videos/129884/16-11-2017/mapapus-die-kleinen-seelen-troester).

TrostHelden Logo, Foto Trost-Helden GmbH

Doch hier und heute möchte ich den „TrostHelden“ Gelegenheit geben, sich vorzustellen. Es gibt zahlreiche Plattformen im weltweiten Netz, die sich mit der Partnersuche befassen… Geht es jedoch darum seine tiefe Trauer zu bewältigen, einen Weg zu finden mit Gleichgesinnten zu „reden“ – dann wird es schon schwieriger, seriöse Webseiten zu finden. Und aus diesem Grunde lasse ich die „TrostHelden“ hier mit eigenen Worten ihre Arbeit und ihr Angebot vorstellen:

Über TrostHelden

Durch den beruflichen Kontakt zu 1000den Trauernden im Jahr haben wir (Jennifer und Hendrik Lind, GF von TrostHelden) Erfahrungen über elementare und unbefriedigte Bedürfnisse Betroffener gemacht. Aus diesen Erkenntnissen haben wir eine weltweit innovative und digitale Hilfe für Trauernde entwickelt. Dabei findet das größte unbefriedigte Bedürfnis Trauernder hauptsächliche Beachtung: „Ich habe niemanden, der mich komplett versteht und der meine Trauer aushält. Der Großteil meines sozialen Umfeldes meidet mich, da er mit meiner Trauer nicht umgehen kann oder will.“

www.trosthelden.de ist eine Online-Plattform, auf der trauernde Menschen diejenigen Gegenüber finden, die sie und ihre Gefühle vollkommen verstehen – weil die gleiche „Trauersprache“ gesprochen wird. Die gleiche Trauersprache ist gegeben, wenn Schicksalsschlag, Umgang mit der eigenen Trauer und sonstige Lebensumstände sich ähneln. Durch das gegenseitige Verständnis ist entstehende Selbsterkenntnis und eine ganz andere Art der eigenen Trauerarbeit möglich. Tür und Tor stehen für eine Heilung weit(er) offen!

Gemeinsam mit führenden Experten aus Trauerbegleitung, Trauerforschung, Psychologie und dem Matchmaking hat TrostHelden einen weltweit einzigartigen Algorithmus entwickelt. Diese Matching-Methode ermöglicht, dass sich Betroffene im 1:1 mit einem oder auch mehreren Trostpartnern austauschen können. Das bedeutet Trost für die Seele und macht die Situation ein wenig leichter. Wer auf großes Einfühlungsvermögen trifft, fühlt sich verstanden. Verständnis im Außen schafft Verständnis im Innen – das ist ein wichtiger Grundstein für eine heilsame Trauerarbeit.

Aus dieser Zusammenarbeit wurde ein umfassender Fragebogen entwickelt, der als Basis für unsere Trauerfreund-Vermittlung dient. Neben dem jeweiligen Trauerfall und dem individuellen Umgang mit der eigenen Trauer fließen ebenso die individuellen Lebensumstände (Kinder? Patchwork? Erbstreitigkeiten? Jobverlust? U.v.m.) ein. Auf dieser Basis bringen wir die beiden gleichgesinnten Menschen zusammen, die ein ähnliches Schicksal teilen und vom Typ her ähnlich sind, daher eine ähnliche Trauersprache sprechen und sich damit gegenseitig unterstützen und bereichern können.

Wenn ein Schicksalsschlag eintritt, dann ist auf einmal etwas in uns, dass sich neben der Traurigkeit fremd und unheimlich anfühlt. Es fühlt sich an, als wäre ein neuer Chef im Hause eingezogen, der Taktgeber ist und über Handlungsfähigkeit und Starre bestimmt. Trauernde erkennen sich dann oftmals von jetzt auf gleich selbst nicht wieder.

Dieses Fremde ist aber nichts Fremdes.

Es ist ein Teil des Ichs, der durch den Schicksalsschlag wach wurde. Dieser Teil will kennengelernt werden. Und das ist wichtig, da er uns für den Rest des Lebens begleitet.

Das soziale Umfeld versteht Trauernde oftmals nicht oder hat Angst vor echtem Kontakt. Aber wie soll das Umfeld einen verstehen, wenn man sich als Trauernder selbst nicht versteht? Immerhin spricht man von einem Augenblick auf den anderen eine andere Sprache, die man selber erst lernen muss. Wenn wir jemanden im Außen haben, der die gleiche Trauersprache spricht, dann ist das wie ein Spiegel, um sich selbst in Trauer besser kennenzulernen. Daraus resultiert neben der Trauerbewältigung eine Persönlichkeitsentwicklung, die uns staunen lassen wird. Ich rede von mehr Selbstliebe, mehr Selbstwertgefühl, fokussierten Lebenszielen, Entrümpelung des Unechten u.v.m. Das ist individuelle Evolution zum Anfassen!

Die gesellschaftliche Ebene ist nicht weniger interessant: Menschen, die ein Gegenüber mit komplettem Verständnis hatten, engagieren sich in ihrem neuen Lebensabschnitt vielfach auf den verschiedenen Ebenen der Mitmenschlichkeit. Wir können also sagen, dass gutes Trauern Mitmenschlichkeit in die Welt bringt. Andersherum können wir aber auch sagen, dass durch ein Fehlen des guten Umgangs mit der Trauer das riesige gesellschaftliche Potential dieser Mitmenschlichkeit nicht eröffnet wird.

Diese Vorstellung der Plattform „TrostHelden“ stellte mir Herr Lind zur Verfügung. Auf der Seite www.trosthelden.de können Sie sich ein umfassendes Bild machen vom Anliegen der Initiatoren, von der Art und Weise wie Sie eine kostenlose Basis-Mitgliedschaft eingehen können, aber auch, welche Möglichkeiten die kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft bietet.

„Das neue Trostportal trosthelden.de  bietet einen neuen Ansatz in der Hilfe für Trauernde – weltweit einzigartig“. Lesen Sie auf der Seite die zahlreichen Pressestimmen zu diesem Angebot. Vielleicht ist genau dieses Portal das Richtige, um in Ihrer Trauer verstanden zu werden.

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