Vogelfutter-Vielfalt im Herbst & Winter

Vogelfutter Vielfalt, Foto Dr. Klaus-Uwe Gerhardt_pixelio.de

Wir befinden uns im Herbst, die Temperaturen schwanken um die 15 Grad. Mal mehr, öfter weniger. Doch die Bäume leuchten noch bunt, Eicheln, Kastanien, Bucheckern und Haselnüsse liegen zahlreich in den Straßengräben oder auf Waldwegen. Noch scheint die „Tafel“ für unsere Vögel gedeckt. Doch die erwähnten Früchte gehören nicht alle zur Vogel-Nahrung. Um unsere kleinen gefiederten Winterfreunde, die bei uns bleiben und nicht in die wärmeren Südländer ziehen, anzulocken, sollten wir jetzt mit einem zusätzlichen Futterangebot beginnen.

Tatsächlich denken wir gerade nicht unbedingt an die Vogel-Winter-Fütterung. Erst in den Supermärkten fällt uns das reichhaltige Angebot an Trockenfutter oder Meisen Knödeln auf. Und spätestens dort erkennen wir auch als Laien die unterschiedlichsten Futterarten. Glücklicherweise haben sich die Herstellerfirmen im Laufe der Jahre Gedanken darübergemacht, dass wir Kunden nicht alle Biologie studierten oder zu den Vogelkundlern gehören. So können wir heute leicht auf den Verpackungen nachlesen, für welche Vogelart das betreffende Futter gedacht ist.

Und die Unterschiede sind nicht unerheblich, denn mit Körnern oder Weichfutter können wir bestenfalls die verschiedensten Vogelarten anlocken. Doch es braucht Zeit, denn zunächst einmal muss der Futterplatz eingerichtet werden. Auch das ist nicht ganz so problemlos, denn was uns als ideale Stelle auf dem Balkon, auf der Terrasse oder dem Garten erscheint, ist es für die Vögel noch lange nicht. Die natürlichen Feinde wie Katzen beispielsweise sollten keinesfalls mühelos an die Futterstelle gelangen. Also sind schon einmal Überlegungen im Vorfeld angebracht.

Vogelfutter Vielfalt, Foto Claudia Beckers-Dohlen_pixelio.de

Haben wir letztendlich die richtige Wahl für das Futterhäuschen, die Futterkugel oder andere handelsübliche fertige Futter Gehänge gefunden, dann heißt es nur noch „Geduld haben“. Möchten Sie gerne Buchfinken, Zeisig oder den mittlerweile schon selten gewordenen Spatz „bewirten“, dann greifen Sie zu Kernen und Körnern wie Sonnenblumen, Bucheckern, gehackten Haselnüssen. An anderer Stelle ausgelegtes Weichfutter wie Äpfel, Birnen oder Haferflockenmischungen (die Haferflocken gerne auch eingeweicht in Öl), locken Rotkehlchen, Amseln und Drosseln an. Und die beliebte Kohlmeise unterscheidet ihre Vorliebe. Im Sommer gerne weiche Nahrung, im Winter Sonnenblumenkerne.

So können Sie ideenreich an unterschiedlichsten Stellen die verschiedensten Singvögel anlocken. Aber wie gesagt, es dauert, denn die gefiederten Freunde müssen das „neue Büfett“ natürlich erst einmal finden, kennenlernen und als gefahrlos einstufen.

Wir füttern gerne seit vielen Jahren ganzjährig „unsere“ Vögelchen, doch leider haben sich durch das Herunterfallen vieler vieler Körner und Kerne auch vierbeinige Kleintiere wie die Feldspitzmaus eingefunden und das gefiel uns so gar nicht. Weshalb wir seit dem vergangenen Winter die Ganzjahresfütterung eingestellt haben und nun im Herbst erneut beginnen. Wir hoffen darauf, dass uns trotzdem zahlreiche Vogelarten wieder besuchen kommen. Weil es einfach schön ist ihnen so nah zuschauen zu dürfen.

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