Und wie geht’s mir mittlerweile?

Schönes sehen, Hibiskusblüte wächst durch Mauerelemente, Foto Ute Boysen

Persönliches

Fast vier Monate ist es nun her, dass die Bestrahlungseinheiten hinter mir liegen. Vier Monate, in der wir viel gereist sind und Familienfeiern genießen konnten. Ich nehme seit 3 Monaten einen Aromatasehemmer (ein Medikament, dass die Östrogen-Produktion einstellen soll) und habe keine Nebenwirkungen. Welch ein Glück, denn damals im Jahr 2008 nach der zweiten Brustkrebs Erkrankung hatte ich erhebliche Probleme nach den ersten Monaten Tamoxifen-Einnahme, bis die Umstellung auf Aromasin erfolgte. 5 Jahre Aromasin folgten.

Also Glück. Allerdings bin ich noch nicht wirklich „durch“ mit meiner Krankengeschichte, denn bei einer gynäkologischen Untersuchung stellte sich vor einigen Wochen heraus, dass Wundwasser im Operationsbereich verblieben ist. An und für sich ist das keine große Sache – es sei denn, die Menge ist zu hoch. So empfahl mir mein Gynäkologe eine zweite Meinung von der Chirurgin einzuholen, die mich operiert hatte. Und dort ergab sich sehr schnell, dass ich an Ort und Stelle punktiert wurde. Die Menge war der Ärztin zu hoch zum Verbleiben im Körper. Ja, viele Patientinnen leben seit Jahren oder Jahrzehnten mit diesem Vorkommnis, ohne weitere Beschwerden oder Gefahren, wie mir von ärztlicher Seite berichtet wurde.

Doch wie gesagt, ich wurde punktiert und nun ergibt sich für die Zukunft die Frage: läuft Wundwasser in diesen Bereich nach oder nicht? Wenn ja, soll es regelmäßig punktiert werden oder nicht? Wenn nein, sieht es nicht so gut aus, denn wenn in der kleinen „leeren Stelle“ kein Wundwasser mehr enthalten ist, könnte die Haut beginnen zusammenzukleben. Das hört sich nicht sehr angenehm an – ist es auch nicht, denn wie mir die Chirurgin erklärte, liegt die besagte Stelle so unglücklich, dass ich auf einige Sicht meinen rechten Arm nicht mehr bewegen könne…

Nun stellt sich die nächste Frage: können wir mit Eigenfett die „leere Stelle“ ausfüllen? Eher nicht, denn im Eigenfett befinden sich die Stammzellen. Und bei meiner dreimaligen Erkrankung ist es absolut nicht erstrebenswert Stammzellen in die Brust einzubringen. Ergo? Ich weiß es nicht. Habe mittlerweile wieder Schmerzen im Brustnarbenbereich und werde in der kommenden Woche beim Onkologen Gespräch versuchen, etwas klarer zu sehen.

Aber sonst? Geht es mir gut. Ich freue mich, dass meine Haare wieder lockig nachwachsen und ich wie ein kleines Schaf aussehe. Meine rilligen Fingernägel beginnen langsam aber stetig in alter Form nachzuwachsen und werden wieder stabiler. Meine Behandlungstherapie bei der Heilpraktikerin ist mit der Amalgam-Ausleitung nächste Woche ebenfalls abgeschlossen und so sehe ich dem Frühjahr erst einmal sehr freudig entgegen! In diesem Sinne, liebe Leserinnen und Leser – Kopf hoch, Schultern zurück, Lächeln und Weiterlaufen.

2 Kommentare

  1. Liebe Ute, wir beide haben uns zwar seit über 40 Jahren nicht mehr gesehen, ich habe dich aber nie vergessen und bin durch einen puren Zufall auf deinen Blog gestoßen. Hier habe ich mit großem Bedauern deine Krankengeschichte gelesen. Mit großem Bedauern deshalb, weil ich dich als ungemein fröhliche, selbstbewusste und energiegeladene Person in Erinnerung habe, die nichts erschrecken oder aufhalten konnte. Ich will diesen Blog nicht verlassen, ohne diese paar Zeilen zu schreiben und wünsche dir alles erdenklich Gute und Liebe und hoffe sehr, dass dir deine positive Lebenseinstellung in diesen schwierigen Momenten erhalten bleibt. Ich drücke die alle Daumen und bin in Gedanken bei dir.

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