„Wer erbt, muss auch gießen“

Buchtipp

Coverfoto Wer erbt muss auch gießen, Foto Genehmigung Rowohlt Verlag

Neues von Renate Bergmann (82), deren Tochter Kirsten (50), die zum Glück weit genug weg wohnt und Renates Freundin Gertrud (82). Vier Ehen hat Renate überlebt und möchte nun rein vorsorglich ihr Testament aufsetzen.

Doch bis es so weit ist, amüsiert sich Renate über die ständig wechselnden Nachlassregelungen ihrer Freundin und nimmt deren allmähliche Alltagsbeschwerden nicht wirklich ernst. Doch gemeinsam stehen die beiden Gertruds imaginären Krankheiten durch. Das wilde Eheleben ihrer Freundin mit Gunter stört sie jedoch ganz erheblich.

Und dann sind da noch Ilse und Kurt, schon mit 60 Jahren haben sie ein Grab reserviert und müssen jetzt schon nachbezahlen, denn die 20 Jahre sind vorüber… Ach ja, der Wasserhahn sollte in der Nähe sein und Tannen, denn die werfen kein Laub.

So beschreibt Renate Bergmann auch die Beerdigung ihres vierten Ehemannes, die Pflege der dritten Zähne bei Freunden, den Witwenclub oder Besuche von Beerdigungen. Und nun hat sie einen neuen Bekannten – Ehe ausgeschlossen. Vielmehr macht sich Seniorin Bergmann so langsam Gedanken über die eigene Beerdigung. Den Leichenwagen beschreibt sie mit den Worten „ein Umzug der besonderen Art“. Und da Renate viele Beerdigungen besucht, lässt sie sich bei einer schönen Predigt gleich eine Visitenkarte geben – alles in Vorbereitung auf die eigene Beerdigung.

Sie erzählt über die Bedeutung eines Grabsteins und letztendlich geht es um die Grabpflege! „Wer erbt, muss auch gießen“ sind ihre Worte dazu. Oder auch „Erben ist wie ernten“ und der tiefere Sinn dahinter.

Wieder aus dem Leben gegriffene Alltagsgeschichten der Berliner Seniorin, die zum Schmunzeln reizen.

„Wer erbt, muss auch gießen“
Die Online-Omi teilt auf
von Renate Bergmann
Rowohlt Taschenbuch Verlag
https://www.rowohlt.de/
ISBN: 978-3-499-272912
€ 9,99

Kommentieren Sie den Artikel

Please enter your comment!
Please enter your name here