Warum Ostereier färben?

Ostereier, gefärbt, Foto annca by pixabay

Wer hätte das gedacht? Bereits im alten Ägypten (also 5000 v.Chr.) soll es den Überlieferungen nach schon bunte Eier als Ostergeschenke, aber auch als Grabbeigaben, gegeben haben. Grundsätzlich steht weltweit das Produkt „Ei“ als Symbol für das Leben. „Es gibt verschiedene Vermutungen, warum wir heute unsere Ostereier bunt anmalen. Das Ei gilt seit jeher in vielen Kulturen als Symbol für Fruchtbarkeit, neues Leben und Wiedergeburt. Denn hinter der Schale des Eies verbirgt sich neues Leben, “ (Quelle: www.geo.de/geolino/mensch)

Hobby Eier gestalten, bemalte Eier, Szenen aus dem Bilderbuch, Foto Ute Boysen

Das erklärt zuerst einmal, warum wir überhaupt zu Ostern Eier kochen, auspusten, bemalen, färben, bekleben oder an Frühlings-Sträuchern in der Blumenvase aufhängen. Aber warum bunte Eier? Es soll auch hier der Geschichte nach zuerst begonnen haben mit rotgefärbten Eiern. Diese Farbe sollte auf das Blut Jesus hinweisen. Ob es tatsächlich so ist, bleibt die Frage, denn die Ägypter im Jahr 5000 v.Chr. hatten mit der Farbe Rot sicher nichts zu tun.

Also was bedeutet es dann, die Ostereier einzufärben? In Zeiten ohne Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel konnten auch gekochte Eier nicht endlos aufgehoben und gelagert werden. Eine These besagt, dass die gefärbten Eier unterschiedliche Kochzeiten darstellten (vom Datum her) und so anhand der Farbe die Haltbarkeit nachgewiesen werden konnte. Ob es stimmt?

Witzig hingegen erscheint die Aussage, dass man bunte, eingefärbte Ostereier besser in den Verstecken finden konnte… Aber da das Ostereiersuchen auch erst sehr viel später „erfunden“ wurde, ist der Wahrheitsgehalt eher fraglich. Allerdings soll schon vor über 200 Jahren der große Dichter Goethe mit seiner Familie Ostereiersuchen im Garten zelebriert haben.

Ich selbst kann aus meiner Kindheit berichten, dass ich ein wunderschönes besonderes Körbchen zu Ostern erhielt und unsere Familie immer einen Spaziergang durch die Natur machte. Das war und blieb Tradition. Und wenn ich dann hinter Büschen, Osterglocken oder Baumstämmen Schokolade fand, oder Osterhasen oder bemalte, gefärbte Ostereier, dann freute ich mich so sehr, dass wiederum die ganze Familie Spaß hatte. So haben wir es weitergegeben an unsere Kinder, wenngleich bei uns das Suchgebiet „Garten“ hieß. Und unsere Kinder haben wiederum ebenso viel Freude mit ihren eigenen Kindern beim österlichen Eiersuchen im Garten. So wird die Tradition weitergegeben von Generation zu Generation.

Um nicht immer wieder zurückgreifen zu müssen auf Tütchen-Farben oder andere im Handel angebotene Färbemöglichkeiten, besinnen sich mehr und mehr Eltern und Großeltern auf die früheren, vielleicht sogar gesünderen Färbevorgänge. Hier sind beispielsweise die Rote Beete oder die Zwiebelschalen gemeint. Immer sollte jedoch vermieden werden, ein Loch in das Ei zu stechen, um es zu kochen. Dadurch kann jede Farbe in das Ei eindringen und die Haltbarkeit sehr verkürzen. Unter dem Link https://www.garten-und-freizeit.de/magazin/ostereier-natuerlich-faerben fand ich sehr gut beschrieben, mit welchen natürlichen Stoffen die Ostereier eingefärbt werden können und wie man es macht.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie trotz der schweren momentanen Wochen eine schöne Osterzeit.

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