Weihnachten

Weihnachten, Schlitten in Schneedekoration Berlin, Foto Ute Boysen

Mit diesem Wort verbinden die meisten Menschen im christlichen Glauben besinnliche, harmonische Feiertage. Oder aber schon im Vorfeld Hektik bei der Geschenke-Besorgung. Oder aber Stress angesichts des riesigen Aufwandes für die gesamte Besucherschar zu kochen… Aufgedrehte Kinder oder Enkelkinder, nervöse Erwachsene, Freude beim Wiedersehen, festliche Kleidung, Gottesdienstbesuche, Gemeinsamkeiten. All‘ das gehört alljährlich irgendwie zum Fest dazu. Und wir geben uns wirklich immer wieder Mühe, alles gemeinsam zu meistern.

Aber bei all‘ diesen Gemeinsamkeiten sollten wir dennoch eines nicht vergessen: es gibt auch in unserem Land zahlreiche Menschen, die froh wären über Hektik, Stress, Sorge um die Kleidung oder das Festmahl. Die gerne nervöse, aufgeregte Familienmitglieder um sich scharen würden und alles dafür gäben Gemeinsamkeit erleben zu können. Wir haben Obdachlose in unserer Mitte, die wir nicht wirklich wahrnehmen. Menschen, die völlig allein und einsam in ihren Wohnungen sitzen, die wir nicht kennen. Alte Menschen, die ihre Partner verloren haben und die Kinder in weiter Ferne wissen. Aber auch Kinder, die ihre Eltern verloren haben und gerade in diesen Tagen schmerzliche Momente erleben. Nicht nur in der rührseligen Weihnachtszeit sollten wir an all‘ diese Menschen denken.

Aber gerade jetzt! Denn was macht es dann aus, dass wir genervt sind und gestresst. Dass uns die Hektik zu schaffen macht und wir vermeintlich überhaupt nichts geregelt bekommen. Dass dem einen oder anderen alles über den Kopf wächst und er oder sie am Heiligen Abend ermattet aufs Sofa sinkt. Natürlich gibt es auch die durchorganisierten Familien mit Plan A und B, die durch und durch strukturierten Haushalte, die Menschen, die mit allergrößter Ruhe auch jedem noch so großen Chaos gewachsen sind. Aber mal ehrlich – soo viele gibt es nicht!

Und stellen wir uns dann die Menschen vor, die überhaupt nicht wissen, wie sie allein diese für sie eher traurigen Tage verbringen sollen – bitte, dann beginnen Sie liebe Leserinnen und Leser damit, Ihre Familie, Ihre aufgedrehten Kleinen, Ihre verrückte Verwandtschaft oder die nervigen Nachbarn von Herzen zu genießen!

In diesem Sinne, Ihnen allen eine schöne Weihnachtszeit!
Ihre Ute Boysen

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