Welttag des Tanzes

Tanzen – mehr als Bewegung

Welttag des Tanzes, Mexikanischer Volkstanz, Foto Katharina Wieland Müller_pixelio.de

Der 29. April – ein Tag wie jeder andere, sollte man meinen. Doch für Tänzer jeglichen Tanzstils und rund um die Welt ist dieses Datum seit dem Jahr 1982 ein ganz besonderes. Es ist der vom Internationalen Komitee des Tanzes des Internationalen Theaterinstitutes (ITI der UNESCO) benannte und festgelegte Tag, um den Tanz an sich zu würdigen. Am 29. April 1727 wurde der französische Tänzer Jean-Georges Noverre geboren. Er reformierte das klassische Ballett zur Moderne.

Tanzen – das ist nicht nur Bewegung nach Musik. Hier stoßen Folkloretänze aus Peru auf russisches Ballett, es treffen irische Stepptänze auf den Wiener Walzer und der Tango lebt einträchtig neben dem original bayerischen Volkstanz. Tanzen – ob zünftig, elegant, fließend oder gänzlich fremd erscheinend wie manche Stammestänze afrikanischer Länder – das Tanzen hat viele Gesichter.

Besonders interessiert sind Reisende in fremden Ländern an den landestypischen Tanzvorführungen. Ob in Thailand oder Indien, in Schottland oder einigen Staaten der USA – die besonderen Tänze, die diesen Kulturen zugrunde liegen, faszinieren Tänzer gleichermaßen wie Nichttänzer. TV-Sendungen wie „Let’s Dance“ erfreuen sich großer Beliebtheit, Jugendliche möchten auf ihre Hip-Hop, Breakdance, Techno, oder Trance Tanzarten nicht verzichten und Standard- und lateinamerikanische Tänze werden nach wie vor in den Tanzschulen vermittelt.

Nun fragt man sich, warum benötigen wir bei all‘ dieser Freude am Tanzen rund um den Globus überhaupt noch einen „Internationalen Tag des Tanzes“? Die für mich persönlich am schönsten und verständlichsten geschriebene Erklärung bietet der „Dachverband Tanz Deutschland“ unter:
http://dachverband-tanz.danceinfo.de/index.php?id=108

Zitat „…alle Formen des Tanzes an diesem Tag zu vereinen, den Tanz zu feiern, seine Globalität hervorzuheben und alle Grenzen von Politik, Kulturen und ethnischen Zugehörigkeiten zu überwinden. Die Menschen sollen durch eine gemeinsame Sprache – die des Tanzes – in Frieden und Freundschaft zusammengeführt werden.“ Zitat Ende.

Jährlich werden sogenannte „Botschaften“ zum Welttanztag veröffentlicht, die das deutsche ITI-Zentrum für das Jahr 2018 übersetzen ließ. Sehr beeindruckt haben mich bei diesen Botschaften die Worte von Georgette Gebara aus dem Libanon, Tänzerin und Choreografin in Beirut (übersetzt aus dem Englischen von Ulrike Becker) zum Tanzen, dem Körpergefühl, der Herkunft tänzerischer Bewegung in diesem Teil der Welt. Aber auch Willy Tsao aus Hong Kong, der sich selbst als „Tanzschaffender“ bezeichnet beschreibt mit eindringlichen Worten, wie wichtig das Tanzen und die Tanzkunst in einem Land wie China sind.

Alle Botschaften können Sie unter dem oben genannten Link im Internet lesen oder downloaden.

Tanzen – mehr als Bewegung. Tanzen ist immer auch umgesetztes Gefühl.

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