„Wie ein Licht im Wind“ von Philippe Hayat

… gefunden in der Stadtbibliothek – Buchempfehlung

Thema Bücherei, Bücherstapel, Foto von 9883074 auf pixabay

Vorausschicken möchte ich, dass ich viel lese. In erster Linie jedoch gar nicht die Neuerscheinungen oder Bestseller , sondern gern auch ältere Bücher, die „mich“ in der Stadtbücherei oder auf einem Flohmarkt aussuchen. So erging es mir mit dem hier vorgestellten Buch „Wie ein Licht im Wind“.

Philippe Hayat brachte im Jahr 2015 durch den Thiele & Brandstätter Verlag dieses Buch heraus und ich fand es jetzt, fast sieben Jahre später. Warum ich gerade mit diesem Werk die Rubrik „Buchempfehlung“ starte ist schnell erklärt: Viele Bücher begeistern mich, bringen mich zum Lachen oder zum Nachdenken, machen hin und wieder traurig, trösten mich, begleiten mich in unterschiedlichsten Lebensphasen. Aber manchmal, ganz selten, gelingt es einer Autorin oder einem Autoren, mich wirklich in den Roman, die Geschichte hineinzuziehen mit allem Für und Wider. Dieses Buch hat mich nachhaltig beeindruckt und tief berührt.

Warum? Was ist anders an dieser Geschichte zweier jüdischer Kinder in den Kriegswirren des zweiten Weltkrieges? Die Geschichte spielt überwiegend in den Pariser Markthallen, mit all‘ ihren unterschiedlichen Bewohnern, Anbietern, Händlern und führt zurück in eine Zeit, die viele gerne vergessen möchten, andere jedoch darauf drängen diese niemals zu vergessen.

Und doch, wir kennen Filme, Bücher, Tatsachenberichte aus der Kriegszeit. Meistens aus Deutschland heraus geschrieben, aus deutscher Sicht. Dieses Buch erzählt nun die Geschichte zweier französischer Kinder in Paris. Wie war es damals in jenem Land? Wie gingen die Menschen miteinander um? Wie gingen sie mit den Juden um? Das Buch „Wie ein Licht im Wind“ klagt nicht an. Es weist keine Schuld zu und soll sicher kein schlechtes Gewissen machen, wenngleich jeder Leser und jede Leserin sich ihre Gefühle selbst erlesen werden.

Es zeigt auf, wie sich ein normales Kinderleben von jetzt auf gleich verändert in ein fast nicht enden wollendes Drama. Das tägliche Überleben. Ich bin tief beeindruckt und kann das Buch wirklich empfehlen. Sie finden es in den Stadtbibliotheken oder gebraucht beispielsweise unter www.booklooker.de oder www.amazon.de.

(Da ich leider kein Buchcoverfoto erhalten konnte, habe ich ein Symbolfoto eingestellt)

„Wie ein Licht im Wind“
von Philippe Hayat
Handcover, 360 Seiten
ISBN 978-3-85179-331-4
Thiele & Brandstätter Verlag GmbH

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